Das Center nur im Bestand erweitern?

Horst Becker, Vertrauensperson der Bürgerinitiative „Grünes Zentrum Eidelstedt“, – hier im Interview mit Hamburg 1 – befürwortet eine Centererweiterung im Bestand, um die Grünfläche zu schützen. Foto: da
Hamburg: Eidelstedt Center |

Bürgerini kritisiert Plan zur Vergrößerung des Eidelstedt Centers

rené dan, eidelstedt
Das Eingreifen der Top-Manager der MEAG, die für eine Erweiterung des Eidelstedt Centers werben, hat die Kritiker dieser Pläne nicht überzeugt. Zur Ankündigung einer hohen zweistelligen Investitionssumme sagt Marie Teske, Vertrauensperson der Bürgerinitiative „Grünes Zentrum Eidelstedt“: „Mit dem Vorgaukeln einer Rieseninvestition soll dem Vorhaben ein Stellenwert angedichtet werden, den es nicht hat. Mit Speck fängt man Mäuse.“
Horst Becker, auch er Vertrauensperson der Ini, meint: „Mit einem derartigen Investitionsvolumen wäre eine Centererweiterung im Bestand problemlos möglich“ Die Freifläche müsste nicht mehr bebaut werden.
Becker: „Warum plant man nicht um, wenn es nun möglich wäre?“
Frank Balser, als Projektleiter bei er MEAG für die Erweiterung zuständig, gibt jedoch zu bedenken: In den gegenwärtigen Centergebäuden „ist eine grundlegende Veränderung nicht möglich“. Das sieht Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke auch so. Farbliche oder strukturelle Veränderungen seien im Center machbar. Der Verwaltungschef verweist jedoch unter anderem auf die Statik, wenn er feststellt: „Ein großer Wurf ist ohne Erweiterung nicht möglich.“
Gleichwohl betont Torsten Sevecke, dass er und das Bezirksamt im Bebauungsplanverfahren „100prozentig neutral“ seien. Allerdings befürwortet er Veränderungen, die die Attraktivität steigern: „Das Eidelstedt Center muss gestärkt werden.“
Sevecke rechnet mit einem Erfolg des Bürgerbegehrens, sodass die Bürger im Bezirk Eimsbüttel über den Bebauungsplan abstimmen würden: „Im Sommer 2012 gibt es eine Entscheidung – wie auch immer.“
Horst Becker fürchtet derweil, dass Bürger außerhalb von Eidelstedt bei einem bezirksweiten Bürgerentscheid zwischen der Ini „Grünes Zentrum Eidelstedt“ und einem konkurrierenden Vorschlag, der die Erweiterung befürwortet, nicht unterscheiden können. Centermanager Marcus Czerwionka hegt keine solche Befürchtung: „Der Wähler wird nach Inhalten entscheiden.“
Der Centermanager weist auch die Behauptung Horst Beckers zurück, mit der MEAG-Kampagne solle „eine politische Entscheidung gekauft werden“, so der frühere GAL-Bürgerschaftsabgeordnete. Marcus Czerwionka: „Wir kaufen keine Stimmen. Bei einer Abstimmung werden die besseren Argumente siegen.“
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