Center-Ausbau: Senatorin setzt auf Kompromiss

Marcus Czerwionka, Manager des Eidelstedt Centers, und Ertan Erdogan, Vize-Vorsitzender des „Förderverein Attraktives Zentrum Eidelstedt“ (v. l.), erläuterten Jutta Blankau ihre Argumente für einen Ausbau des Centers. Die Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt wurde während ihres Eidelstedt-Besuchs auch von Hartmut Eckert (2. v. r.), Geschäftsführer der Beschäftigungsgesellschaft einfal, begleitet. (Foto: sg)
Hamburg: Eidelstedt | von Sverre Gutschmidt.
Jutta Blankau, Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, besuchte auf Einladung des Projekts „Wir im Norden!“ (WiN!) Eidelstedts Zentrum. Bei dem Rundgang informierte sich die langjährige Gewerkschafterin auch über den geplanten Ausbau des Eidelstedt Centers. Im Gespräch mit den Initiativen für und wider den Center-Ausbau betonte sie die Notwendigkeit zum Kompromiss.
Die Senatorin fragte nach den notwendigen Maßnamen, um den Stadtteil aufzuwerten. Ertan Erdogan vom Förderverein Attraktives Zentrum Eidelstedt (FAZ-Eidelstedt) dazu: „Wir sind als Verein für die Erweiterung des Centers, denn wir haben zwar eine gute Infrastruktur, aber im Vergleich zu anderen Zentren kommen wir zu kurz. Doch auch mir tut es weh, wenn Bäume weg müssen.“
Jutta Blankau stellte in Aussicht, im Rahmen des hamburgweiten Projekts „Lückenschluss“ einen Austausch der durch die Centererweiterung bedrohten Bäume in Eidelstedt zu prüfen. Das Projekt verfolgt das Ziel, in den letzten rund zehn Jahren in Hamburg ersatzlos gefällte, weil meist durch Krankheit verlorene, Bäume zu ersetzen.
Die Senatorin sagte mit Blick auf den Eidelstedter Streit um Bäume: „Wir können dank Spenden in Höhe von 110.000 Euro mehr pflanzen, als erhofft.“ Somit könnten vielleicht Bäume vor dem Center umgepflanzt werden. Und wenn Bäume gefällt würden, könnten Ausgleichsmaßnahmen nahe dem Zentrum geprüft werden.
Die Senatorin hakte bei den Befürwortern des Center-Ausbaus nach und fragte mit Blick auf die geplante Erweiterung: „Wie gehen Sie mit den Bäumen um?“ Marcus Czerwionka, Manager des Eidelstedt Centers, erläuterte, dass eine Übereinkunft möglich sei, die Neuanpflanzungen von Bäumen im Zentrum ermöglicht.
Laut Marcus Czerwionka ist das Eidelstedt Center „stabil“ als Nahversorger, „aber auf den bestehenden Flächen kommen wir nicht voran“. Senatorin Jutta Blankau mahnte Befürworter wie Gegner des Center-Ausbaus zum Kompromiss: „Ich gehe nicht zum Markt, weil da grüne Bäume sind! – Der Dialog muss geführt werden.“
 auf anderen WebseitenTwitternSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.