Bürgerinitiative stellt Bedingungen für Gespräche

Die Bürgerbegehren-Vertrauensleute Marie Teske (l.), Tanja Schnitzer und Horst Becker lehnen die vorgeschlagenen Gespräche bislang ab. Foto: da
Hamburg: Eidelstedt Center |

„Grünes Zentrum Eidelstedt“ will nicht über Center-Grünfläche verhandeln

Abgelehnt – das Bürgerbegehren „Grünes Zentrum Eidelstedt“ will keine professionell moderierten Gespräche über eine Erweiterung des Eidelstedt Centers. Solche Gespräche hatte das Präsidium der Bezirksversammlung Eimsbüttel vorgeschlagen. Sie sollten einen Kompromiss finden, um einen teuren Bürgerentscheid zu verhindern. Doch der im Raum stehende Vorschlag, so der Initiativen-Vertrauensmann Horst Becker, „ist den Namen ‘Kompro-miss’ nicht Wert“.
Die Vertrauensleute des Bürgerbegehrens wollen jedoch mit dem Präsidium reden, „um zu sehen, ob moderierte Gespräche lohnen“, sagt Becker. Für moderierte Gespräche stellt die Initiative Bedingungen. Das Center dürfe „nicht in die Fläche“ mit seinen Bäumen und dem Spielplatz erweitert werden, „sondern in den Norden“.
Die MEAG, die Eigentümerverwalterin des Eidelstedt Centers, kritisiert den Vorschlag einer Nord-Erweiterung zum einen als „zu kleinteilig“. Außerdem weist Projektmanager Frank Balser da-rauf hin, dass der Wochenmarkt dadurch verkleinert und die Wegeverbindung zwischen Kieler Straße und Alter Elbgaustraße „gekappt“ wäre. Das aber plant die MEAG nicht. Balser: „Der Markt bleibt unangetastet.“ Er würde durch die Erweiterung „noch attraktiver“.
Becker wiederum kritisiert die Unterschriftenaktion der MEAG scharf. Die Kampagne, bei der mehr als 5.200 Unterschriften für eine Center-Erweiterung gesammelt wurden, sei „unseriös“, da die wegfallenden Bäume nicht erwähnt würden. Und: Es handele sich um „bezahlte Unterschriften“, denn die Unterzeichner hätten „Geschenke“ bekommen.
Diesen Vorwurf weist die
MEAG zurück. Laut Frank Balser handelt es sich um eine „Aufklärungskampagne“. Und: „Wir ‘kaufen’ weder Unterschriften noch erhalten die Menschen Geschenke dafür, dass sie bei uns eine Unterschrift leisten.“
Angesichts des Streits scheint ein Bürgerentscheid wahrscheinlich, bei dem die Eimsbütteler entscheiden. Becker zum Ausgang: „Wenn die andere Seite nicht so manipuliert, bin ich optimistisch.“ Balser kontert: „Wir setzen darauf, dass wir die Mehrheit der Eidelstedter und Eimsbütteler für unsere Lösung gewinnen werden.“
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