Bürgerforum Eidelstedt startet durch

Dr. Christoph Ramcke berichtet über den aktuellen Stand zu den Ausgleichsflächen, die aus dem Ackerland der Familie gemacht werden sollen
 
Beate Hafemann vom raum+prozess stellt das moderierte Verfahren zur Zukunftsplanung Eidelsteft Zentrum vor
Hamburg: Stadtteilschule Eidelstedt | Das sechste öffentliche Plenum wurde in der Aula der Stadtteilschule Eidelstedt – nach einem Grußwort der Abteilungsleiterin der Schule, Susanne Kerst – von der frisch gebackenen ordentlichen Geschäftsführung des Forum eröffnet.

Zuerst kam nach kurzen Nachfragen zu Nachpflanzungen und Spielplatz neben dem Eidelstedt Center das erste Hauptthema des Abends zur Sprache: Dr. Christoph Ramcke präsentierte – stellvertretend für seine Familie – die drohende “Enteignung” des Ackerlands der Familie durch die Stadt Hamburg.

Hintergrund ist eine Kündigung der Pachtflächen, die heute ausschließlich agrarwirtschaftlich genutzt werden. Diese sollen in Grünanlagen umgewandelt werden – als Ausgleichsflächen für die Erweiterung der angrenzenden Autobahn A7.

Auf diesen Äckern werden heute – und schon seit Ewigkeiten – die Futtermittel für Hagenbecks Elefanten angebaut. Gedüngt werden diese wiederum mit Elefantendung. Ein bespielhaft ressourcenschonender ökologischer Kreislauf.

Dass nicht nur die Zukunft der Familie Ramcke bedroht ist, bestätigt Bauer Krohn, der das Plenum darüber aufklärte, dass auch seine Flächen von Kündigungen seitens der Stadt betroffen sind. Das Forum wird unter Leitung von Dr. Christoph Ramcke eine Interessengruppe bilden, die das weitere Vorgehen klären soll.

Den zweite Teil des Abends bestritt Beate Hafemann von raum + prozess mit der Vorstellung des Moderationsverfahrens für die “Zukunftsplanung Eidelstedt Zentrum”, so der Arbeitstitel des Projektes, mit dem der Bezirk das Unternehmen beauftragt hat.

Bis August 2014 sollen in einem mehrstufigen Prozess – einer Art Zukunftswerkstatt – die Ideen und Vorstellungen unterschiedlichster Bewohner und Interessengruppen des Stadtteils im Bezug auf die strategische Ausrichtung des Zentrums von Eidelstedt in einen Masterplan einfließen.

Verwirrung stifteten im Plenum die Definitionen für “Eidelstedt Zentrum” und “Masterplan”. Hier gehen die Vorstellungen in Bezug auf räumliche und zeitliche Ausdehnung weit auseinander. Aber gerade auch solche Fragen können in einem Moderationsverfahren gut geklärt werden.

In einer Auftaktveranstaltung Ende Februar 2014 – zu der alle Eidelstedter eingeladen sind – werden die Themenbereiche festgelegt und entsprechende Arbeitsgruppen gebildet, in denen die “Delegierten” der unterschiedlicher Interessengruppen und Institutionen, bei zwei weiteren Workshop-Terminen die Ideen und Visionen verdichten und konkretisieren werden.

Frau Hafemann unterstreicht, dass sie sehr darum bemüht ist, das gesamte Gemengelage der Interessen im Zentrum abzubilden: von “Mauersitzern” bis Grundbesitzern. Auch wird fachliche Unterstützung durch Moderation und Hintergrundinformationen, wie Studien etc. zugesichert.

Am Ende er Veranstaltung wurde noch einmal auf die knappe finanzielle Situation des Forums in der Startphase hingewiesen und eine Spendendose herumgereicht. Mit den Spenden soll der Betrieb der Web Site und der Druck von Flyern sichergestellt, sowie Raummieten und Büromaterial bezahlt werden.

Das nächste Plenum findet im neuen Jahr im Eidelstedter Bürgerhaus am 13. Januar – wieder um 19 Uhr – statt.
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