BücherParadies Iserbrook vor dem Aus?

Angelique Sachse (l.) und Anne Kantzenbach behalten ihre gute Laune, machen unverdrossen weiter, sortieren Bücher ein und werben um Sponsoren für das „BücherParadies“. (Foto: ki)

16.000 Euro müssen von Sponsoren eingeworben werden

Karin Istel, Iserbrook
Konzentriert drückt der fünfjährige Max den Datumsstempel in die Tinte, um die Lesezeichen mit dem Abgabedatum zu markieren. „Ich komme gern hierher“, sagt er. „Ich habe mir gerade den Kleinen Drachen Kokosnuss ausgeliehen.“ Doch das BücherParadies steht auf der Kippe. Es fehlen Gelder, damit der Betrieb auch im Jahr 2014 rund läuft.
Anne Kantzenbach und Angelique Sachse sind auf „Betteltour“. Gelingt es ihnen nicht, 16.000 Euro aufzutreiben, fährt im nächsten Jahr das „BücherParadies“ vor die Wand.
Noch können dort Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre kostenlos Bücher ausleihen, sich vorlesen lassen oder schmökern. „Wir brauchen insgesamt 26.000 Euro, um das „Bücherparadies“ am Laufen zu halten. Das ist doch eigentlich keine große Summe für dieses wichtige Angebot im Stadtteil“, so Anne Kantzenbach, die die Einrichtung gemeinsam mit Angelique Sachse „schmeißt“.
Und das mit Erfolg: Das BücherParadies brummt nur so. „Wir würden gern den kleinen Raum umbauen. Und wir brauchen dringend eine dritte Kraft“, sagt Kantzenbach. Deshalb werden 6.000 Euro mehr als im Vorjahr gebraucht.
Von der Kulturbehörde kommen 10.000 Euro. „Der Lions-Club Blankenese wird uns 5.000 Euro geben“, freut sich Kantzenbach. „Der Bauverein der Elbgemeinden hat 1.000 Euro zugeschossen“, ergänzt Sachse. „Wir haben eine Zusage aus der Bezirksversammlung: Sie will und mit 7.000 Euro unterstützen. Der Schulverein hat uns 1.000 Euro in Aussicht gestellt, und bei der Saga haben wir einen Antrag über 1.200 Euro gestellt.“
Doch ob das versprochene Geld wirklich und in der angegebenen Höhe gezahlt wird, steht derzeit noch in den Sternen. „Das ist dieselbe Hängepartie wie im Vorjahr“, so Kantzenbach. Kommt das Geld von der Bezirksversammlung tatsächlich, hat das BücherParadies 23.000 Euro zur Verfügung, und der Betrieb geht weiter. „Dann verzichten wir eben auf den Umbau“, so Kantzenbach.
Trudeln dann auch noch die zugesagten 2.100 Euro von Schulverein und Saga ein, laufen auch die Veranstaltungen weiter. Worst case: Die Bezirksversammlung Altona vergibt das zugesagte Geld anders. In diesem Fall muss das BücherParadies Iserbrook tatsächlich schließen.
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