Breakdance-Shows gegen Rotstift im Jugendbereich

Mit faszinierenden Breakdance-Einlagen verwöhnten die Teilnehmer des „Barbecue Break“ ihr Publikum. Foto: fh
Hamburg: Jugendclub Hörgensweg |

Rund 200 Teilnehmer bei Wettbewerb – Kritik an Einsparungen in der Jugendarbeit

Frauke Heiderhoff, Eidelstedt
Mit akrobatischen Drehungen auf dem Boden und verrückten Tanzschritten haben Jugendliche ihr Publikum in den Bann gezogen. Etwa 200 Teilnehmer eines großen Breakdance-Wettbewerbs boten faszinierende Einlagen. Gewinner: Kenny und Dennis vom „BBoy Trip“ aus Bremen. Große Teile der
Breakdanceszene aus dem norddeutschen Raum mit 350 Personen versammelte sich vor dem Jugendclub Hörgensweg.
„Barbecue Break“ lautet der Titel des vom Jugendclub organisierten Wettbewerbs, der bei den Teilnehmern gut ankam. So sagte Kenan Beriesa (16), die gesamte Veranstaltung „ist vom Ding her genial gemacht“.
Die Veranstaltung kam zustande, weil das Breakdance-Angebot von Trainer Metin
Demirdere dort sehr gut angenommen wird. Die in Zweier-Teams angetretenen Jugendlichen kamen aus Celle, Bremen, Lübeck und Hildesheim. Motto: „Keine Kürzungen in der Jugendarbeit.“ Die Organisatoren des Barbecue Breaks, so Jugendclub-Leiter Ingo Kröger, „verstehen sich als solidarisch mit den von Einsparungen betroffenen Institutionen der Jugendarbeit“. Gemeinsam mit anderen Organisatoren setzt er sich für den Erhalt der Jugendangebote ein.
Der Jugendclub ist eine Freizeit- und Beratungseinrichtung, die der Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg betreibt. Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 27 Jahren nutzen dort kostengünstige pädagogische Angebote. Tanztraining und Angebote wie das „Barbecue-Break“ gehören ebenso zum Programm wie gemeinsames Musizieren, Spielenachmittage und Ausflüge.
Das Bezirksamt Eimsbüttel wollte sich zu bevorstehenden Kürzungen nicht äußern. Grund: Der Haushalt wird erst Ende des Jahres beschlossen. „Jetzt sind noch keine verlässlichen Aussagen möglich“, argumentiert Bezirkspressesprecher Stephan Glunz.
Hintergrund: Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) will im Haushalt 2013/2014 in der offenen Kinder- und Jugendarbeit 3,5 Millionen Euro einsparen. Daran konnten massive Proteste von Jugendlichen und Erwachsenen bislang nichts ändern.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.