Botanischer Garten: Bildhauer aus Simbabwe

Im Botanischen Garten Klein Flottbek können die Besucher Celestino Mukavhi noch bis zum 27. Juli bei seinem Schaffen über die Schulter schauen und mit dem afrikanischen Künstler ins Gespräch kommen. Foto: pr

Celestino Mukavhi lässt sich bis zum 27. Juli von der Flora inspirieren

Ein ganz besonderer Gast beehrt den Botanischen Garten Hamburg, Ohnhorststraße 15, derzeit mit seinem Besuch. Celestino Mukavhi, ein Bildhauer aus Simbawe lässt sich noch bis Sonntag, 27. Juli, von der dortigen Flora inspirieren. In der Zeit von 12 bis 18 Uhr ist der Künstler aus Afrika vor Ort und arbeitet an seinen aktuellen Werken. Außerdem hat er eine Auswahl seiner Skulpturen zur Ansicht mitgebracht.
Celestino Mukavhi hat sich von seinem schweren Schicksal nicht unterkriegen lassen: Seine Eltern waren Farmer mit geringer Schulbildung. Er selbst wurde 1973 als jüngstes von neun Kindern in der Provinz Mavingo geboren. Seine Mutter wurde zwei Jahre später während des Befreiungskrieges in einem Kreuzfeuer erschossen. Auch sein Vater wurde 1989 brutal ermordet. „Daraufhin war Celestino gezwungen seinen Job auf einer Farm aufzugeben, er ging in die Hauptstadt Harare, um sich dort eine besser bezahlte Arbeit zu suchen“, erzählt Stefan Rust (Botanischer Garten). Dort entdeckte Boira Mteki, einer der größten Bildhauer Afrikas, den jungen Mann eines morgens schlafend am Straßenrand und fragte ihn, ob er mit ihm gehen und ihm bei seiner Arbeit helfen wolle.
Bei Mteki lernte Celestinio Mukavhi die Grundlagen seines künsterlisches Handwerks. Nach sechs Monaten zog er weiter und arbeitete mit anderen bekannten Kreativen seines Landes zusammen. „Seine Skulpturen sind Zeugnis seiner optimistischen Grundhaltung. Sie sind voller Leben und Zuneigung für die Frauen“, findet Stefan Rust. Mukavhis Arbeiten folgen keinen akademischen Regeln, trotzdem gelingt es dem Künstler seinen Torsi den Ausdruck purer Kraft, Stärke und Schönheit zu geben. In der Zwischenzeit sind seine Werke unter Kunstfreunden in aller Welt begehrte Sammlerobjekte geworden.
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