Borner kritisieren Verteilung von Fördergeldern

Kaum ein Borner kennt das Flaßbargmoor, geschweige denn, er nutzt es. Trotzdem soll nun für 340.000 Euro eine Wegeverbindung zwischen Osdorfer Born und Lurup geschaffen werden.

Osdorfer Born wieder aufgenommen im Fördertopf für Quartiersentwicklung

Die gute Nachricht: Der Osdorfer Born bekommt wieder Geld aus dem Fördertopf für Quartiersentwicklung. Die schlechte: Wünsche der Borner bleiben unberücksichtigt.

• Worum geht es?
Schon einmal wurde der Osdorfer Born in das Hamburger Rahmenprogramm Integrierte Stadtentwicklung (RISE) aufgenommen. Doch die Maßnahmen im Quartier wurden aus Behördensicht als gescheitert eingestuft. So war es lange ungewiss, ob der Osdorfer Born erneut gefördert wird.

• Was ist das Ziel?
Probleme in benachteiligten Quartieren sollen schneller erkannt, Lösungen mit Akteuren vor Ort rasch umgesetzt werden. Finanziert werden die befristeten Projekte zur Hälfte aus RISE (unter anderem städtische Mittel und europäische Zuschüsse). Die andere Hälfte wird zum Beispiel vom Bezirk oder von Institutionen übernommen.

• Was kritisieren die Borner?
Grundsätzlich froh über die Wiederaufnahme, finden sie ihre aufwendig im Quartier erarbeiteten Schwerpunkte im RISE-Papier nicht wieder. So wünschen sich die Borner zum Beispiel eine Sanierung des beliebten Born-Parks. Nicht berücksichtigt. Stattdessen sollen für 340.000 Euro Fuß- und Radwege im Flaßbargmoor auf Luruper Gebiet entstehen, das kaum ein Borner kennt und nutzt.

• Welche Projekte kommen gut an?
Die Außengelände der Kitas Achtern Born und Immenbusch werden neu gestaltet. Eine bessere Wegeverbindung zwischen Bürgerhaus und Straße ist genauso positiv aufgenommen worden wie die Sanierung des öffentlichen Spielplatzes Bornheide. Die Borner Runde hat fast die Hälfte mehr, nämlich 15.000 Euro pro Jahr, zur Verfügung, um Kultur, Soziales und Gemeinschaft im Born zu fördern. Und die Ausschreibung für einen Quartiersmanager läuft bereits.

• Welches Fazit zieht der Born?
Das RISE-Konzept ist noch ausbaufähig. Viele der von
den Bornern benannten Punkte fehlen, etwa noch ausstehende Baumaßnahmen am Bürgerhaus und die räumliche Gestaltung zwischen Bürgerhaus und Borncenter. Doch die Hoffnung bleibt: Vielleicht finden diese ja im zweiten Teil von RISE Berücksichtigung. Immerhin ist noch bis 2021 Zeit dafür.

Maßnahmen:
Die ersten Maßnahmen im Rahmen von RISE, das bis 2021 Projekte fördern wird:
- Community School Lurup:
1,5 Mio. Euro, Schulanbau
- Flaßbargmoor Lurup:
340.000 Euro, Fuß- und
Radwege
- Spielplatz Bornheide/Weg
zum Bürgerhaus:
310.000 Euro, Sanierung und
Anbindung
- Kitas Achtern Born/Immen-
busch:
40.000 Euro, Außengelände
- Stadtteilbüro
31.252 Euro, laufende Kosten
- Verfügungsfonds Borner
Runde:
15.000 Euro pro Jahr bis 2021, Förderung Quartiersleben
- Stadtteilzeitung:
15.000 Euro pro Jahr bis 2021, einmalig 10.000 Euro
- Quartiersmanager: 
10.500 Euro vorläufig für Verwaltung
GESAMT: 2.451.752 Euro,
davon RISE-finanziert: 1.096.752 Euro
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.