Besuch vom Erzbischof

Erzbischof und Metropolit Dr. Serafim Joanta, Diakon Dumitru Dura und Priester Constantin Calinic Vintil (v. l.) weihen den neuen Diakon Vlad Christian Manolache (vorne). Dies war einer der Höhepunkte des Patronatsfestes und der gleichzeitigen Feier des fünften Geburtstags der rumänisch-orthodoxen Gemeinde. Foto: fh
Hamburg: Kirche St. Gabriel |

Eidelstedter rumänisch-orthodoxe Gemeinde feiert fünfjähriges Bestehen

Frauke Heiderhoff, Eidelstedt
Feierliche Gesänge in rumänischer Sprache: Priester und Diakone bilden einen Kreis um Erzbischof und Metropolit Dr. Serafim Joanta – die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Eidelstedt feierte am Sonntag das Namensfest zu Ehren Johannes des Täufers. Hierbei handelt es sich um eines der bedeutendsten Feste der Gemeinde vom Niekampsweg 24. Gleichzeitig feierte die Kirchengemeinde in Eidelstedt ihren fünften Geburtstag.
Insgesamt handelt es sich um eine sehr junge Gemeinde: Die meisten der etwa 500 Gemeindemitglieder sind unter 35 Jahre alt. Sie reisen aus ganz Norddeutschland an, um die Gottesdienste zu besuchen. Einige kommen aus Schwerin, Kiel oder Rostock, andere aus Bremen, Bremerhaven oder Oppenburg bei Emden.
Die Menschen haben eine enge Bindung zur Kirche, erläutert der für die Gemeinde zuständige Priester Constantin Calinic Vintil: „Die Kirche bedeutet für uns ein Stück Zuhause.“ Tatsächlich ist beispielsweise Andrea Cioaca Muntilanu glücklich, den Gottesdienst in Eidelstedt besuchen zu können: „In Rumänien hat die Kirche traditionell einen hohen Stellenwert“, erklärt die Mutter, die mit Tochter Anastasia (1) aus Lübeck angereist ist. Und zu Ostern besuchen mehr als 600 Gemeindemitglieder den Auferstehungsgottesdienst.
In der Orthodoxie werden Kinder jeweils mit der Taufe volle Gemeindemitglieder. „Die Kommunion wird bei uns praktisch mit der Taufe vollzogen“, erläutert Priester Vintil. Im Jahr tauft er in Eidelstedt rund 50 Kinder.
Das Gemeindeleben der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde begann mit etwa 25 Personen in den Räumen der St. Bonifatius Gemeinde in Eimsbüttel. Nachdem die Zahl der Gemeindemitglieder stark angestiegen war, wechselten die Gläubigen 2008 in die Kirche St. Gabriel.
Priester Vintil legt pro Jahr für die Gemeinde etwa 70 000 Kilometer zurück. Während seines Einsatzes führt er Gespräche mit Gemeindemitgliedern und hilft Menschen in Notsituationen. Constantin Calinic Vintil kam aus dem in Nürnberg ansässigen rumänisch-orthodoxen Metropolie (Erzbischofssitz) für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, um die Gemeinde aufzubauen. Die Gemeinde finanziert sich ausschließlich durch Spenden der Mitglieder.

Orthodoxes Gemeindeleben am Niekampsweg
Die Gemeindemitglieder der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde „Heiliger Johannes der Täufer" feiern jeden Sonntag um 10 Uhr mit Priester Constantin Calinic Vintil den Gottesdienst in der Kirche St. Gabriel, Niekampsweg 24. Weitere Gottesdienste kommen hinzu, zusätzlich veranstaltet die Gemeinde einmal im Monat ein gemeinsames Essen. Alle zwei Wochen trifft sich der Chor der Gemeinde. Zukünftig plant Priester Vintil einen eigene Kindertagesstätte sowie eine konfessionelle Schule einzurichten.
Die Gemeinde gehört in Deutschland zu rund 40 rumänisch-
orthodoxen Kirchengemeinden. Weitere Auskünfte gibt Pfarrer Constantin Calinic Vintil unter Tel. 0179 / 647 30 78. Frauke Heiderhoff
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