Bald weniger Angebote für Kinder und Familien?

Leiterin Stefanie Nevelling (li.) und Sozialpädagogin Susanne Dähling befürchten Einsparungen beim Eingebot des Kinder- und Familienzentrums Lurup. (Foto: jv)

Dem Kinder- und Familienzentrum Lurup fehlen 40.000 Euro für den laufenden Betrieb

Von Julia Vellguth

Dem Kinder- und Familienzentrum (KifaZ) Lurup drohen drastische Sparmaßnahmen. Statt der beantragten 340.000 Euro soll das KifaZ für seine Arbeit im Jahr 2016 nur rund 300.000 Euro an Zuwendungen für die Familienförderung erhalten. „Das würde bedeuten, dass wir Angebote einstellen müssen“, meint Stefanie Nevelling, Leiterin des Hauses unter der Trägerschaft des Deutschen Kinderschutzbundes.
Das Angebot des Kinder- und Familienzentrums Lurup wird vor allem von Frauen mit kleinen Kindern genutzt, die oft in schwierigen Umständen leben. „Viele Frauen stehen hier sehr unter Druck“, erklärt die KifaZ-Leiterin. Der Austausch im Familienzentrum würde zur Entlastung führen.
Neben Hilfestellung für Eltern bei Behördenangelegenheiten wird in der Einrichtung Schwangerenberatung sowie Unterstützung für Familien mit Säuglingen angeboten. Außerdem gibt es eine Säuglingsgruppe, den „Zwergentreff“ für Familien mit Krabbelkindern, ein Café und einen Frühstückstreff sowie offene Angebote für Schulkinder. „Alles wird sehr gut angenommen, vor allem die Babygruppen sind immer voll“, erzählt Stefanie Nevelling, die weiß, wie wichtig die Netzwerke für die Frauen sind. Pro Jahr werden außerdem rund 500
Sozial-, Trennungs- und Scheidungsberatungen im Haus durchgeführt.
Das Problem bei der Finanzierung des umfangreichen Angebotes: Niemand zahlt den laufenden Betrieb, alles muss aus Spenden sowie aus Geldern der Familienförderung finanziert werden. Von den rund 500.000 Euro, die das Budget für die Familienförderung für den Bezirk Altona im Jahr 2016 beträgt, erhält das KifaZ bereits den Löwenanteil. Den Rest teilen sich vier andere Einrichtungen. Doch durch steigende Kosten musste die Luruper Einrichtung mehr Zuschüsse beantragen als in den Vorjahren.
Ob es wirklich nur bei den bisher zugesagten 300.000 Euro für das KifaZ bleibt, wird noch verhandelt. „Eine Rolle dabei spielen Sach- und Honorarmittel sowie die Verwaltungskosten des KifaZ, die über denen anderer Einrichtungen der Familienförderung liegen“, so die Begründung der Absage aus dem Bezirksamt Altona.
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