Anstupser für Eidelstedt

Hier läuft es an Markttagen, aber ansonsten ist Flaute in Eidelstedts Zentrum: Problematische Ecken sollen nun in das Förderprogramm RISE aufgenommen werden. (Foto: rs)

Stadtteil soll in das Förderprogramm RISE aufgenommen werden

Von Reinhard Schwarz, Eidelstedt

Der Wochenmarkt ist ein Kundenbringer und Treffpunkt. Dann ist was los in Eidelstedts Zentrum. Ansonsten muss man schon länger nach etwas suchen, das einen Aufenthalt am und rund um den Eidelstedter Platz lohnenswert macht. Darin sind sich viele Eidelstedter einig.
Gängige Einschätzungen: Die große Marktfläche ist montags, dienstags und donnerstags sowie am Wochenende verwaist, es gibt ein Überangebot an Bäckern, und im Center stehen Ladenflächen leer. Weiterhin gilt die Lohkampstraße mit ihren zahlreichen Billigläden als Sorgenkind.
Nun will der Senat dem seit Jahren vor sich hindümpelnden Geschäftszentrum auf die Sprünge helfen. Es ist geplant, das Zentrum Eidelstedts und die Lohkampstraße mithilfe eines Förderprogramms zu verbessern. Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung – kurz RISE – heißt das. Die Eisenbahnersiedlung und das Zentrum des Stadtteils sollen gefördert werden. Kurz gefasst kommt ein Stadtteil dafür in Frage, wenn er mehrere Mängel („Defizite“) in sozialer Hinsicht oder auch unter städtebaulichen Aspekten aufweist.
So weise die Eisenbahnersiedlung eine „auffällige Sozialstruktur“ auf, heißt es von Stadtplanern des Bezirksamts Eimsbüttel. Gemeint ist damit ein hoher Anteil von Menschen mit ausländischem Hintergrund sowie Hartz-IV-Empfängern. Darüber hinaus gebe es dort „kaum soziale Infrastruktur“ und „wenige öffentliche Freiflächen“. Aber auch das Geschäfts- zentrum weise erhebliche Mängel auf. So fehle es an einem Branchenmix, das Zentrum verfüge über keine attraktive „Aufenthaltsqualität“ und es gebe „städtebauliche Defizite“ und kein „gemeinsames Standortmarketing“.
Aber es seien durchaus auch Pluspunkte zu verbuchen: Das Zentrum weise mit dem Bürgerhaus, der Elternschule, der Bücherhalle, dem Wochenmarkt und dem AKN-Bahnhof durchaus „Potenziale“ auf, wie die Stadtplaner erläuterten.
Am Donnerstag, 3. März, entscheidet nun eine Senatskommission, ob Eidelstedt in das RISE-Programm aufgenommen wird.
Kommt die Förderung, wird ein „Gebietsentwickler“ bestellt, der für die Dauer von sieben Jahren mit Geschäftsleuten, der Kommunalpolitik und Aktiven vor Ort die Situation verbessern soll.
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