Ampel weg, Busse schneller?

Viele Busse, die aus Richtung Innenstadt nach links in den Busbahnhof am Eidelstedter Patz einbiegen wollen, bleiben oftmals für eine Ampelphase auf der Kreuzung hängen und verlieren damit wertvolle Zeit. Kommt die Fußgängerampel weg, würde ein Hindernis entfallen. (Foto: rs)

Politik streitet weiter um Umbauten am Busbahnhof Eidelstedter Platz

- von Reinhard Schwarz, Eidelstedt - Es geht um Sekunden pro Ampelphase: Die Politik in Eidelstedt / Stellingen streitet weiter um Umbauten am Busbahnhof Eidelstedter Platz.
Das Problem: Viele Busse bleiben in Staus hängen, sind dann überfüllt, während die Nachzügler halb leer fahren. Für zwei Millionen Euro soll die Kreuzung umgebaut werden – zugunsten der Busse, die zum Verdruss der Fahrgäste beim Linksabbiegen in den Busbahnhof mindestens eine Ampelphase zu lange auf der Kreuzung hängen bleiben.
Kern des Konzepts: Die Fußgängerampel über die Kieler Straße in Höhe Eidelstedt Center wird abgebaut. Diese ist bisher eine Ursache für viele Busstaus mitten auf der Kreuzung. Zugleich sollen Autofahrer, die aus der Eidelstedter Dorfstraße kommen, nur noch nach rechts, also stadtauswärts, abbiegen dürfen. Damit entfalle ein weiteres Hindernis für die Fahrzeuge, die nach links in den Busbahnhof einmünden wollen, so die Planer.
Ziel des Ganzen, so Eidelstedts SPD-Distriktchef Peter Schreiber: „Die Busse aus Richtung Innenstadt und Elbgaustraße, die über die Kieler Straße zum Busbahnhof wollen, können diesen zukünftig ungehindert ansteuern. Dadurch ist zu erwarten, dass viele Fahrgäs-te ihre Anschlussbusse erreichen können.“ Schreiber, früher selbst als Polizist in der Verkehrsplanung tätig, nennt dieses Konzept „einfach genial“. „Möglicherweise haben wir pro Ampelphase nur zehn Sekunden Zeitgewinn, das summiert sich aber im Laufe eines Tages“, so der Eidelstedter.
Anders sieht das Hans-Hinrich Brunckhorst, verkehrspolitischer Sprecher der Eimsbütteler CDU. Er spricht von einem „sogenannten Busbeschleunigungsprogramm“ und von „grober Fahrlässigkeit“: Lkw etwa, die vom Autohändler Dello (gegenüber dem Busbahnhof) zurück in die Innenstadt wollen, müssten sich dann über die Eidelstedter Dorfstraße ihren Weg durch das Gewirr der Nebenstraßen suchen. Brunck-horst: „Man doktert an Kleinigkeiten herum. Die zwei Millionen Euro sollten vielmehr in die Straßensanierung gesteckt werden.“
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Uwe Bartels aus Eidelstedt | 09.03.2013 | 15:19  
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