Alles Spacken

Thorsten Hakers Buch „Entspackungskur“ ist über den Buchhandel oder direkt über www.entspackungskur.de zu bestellen. (Foto: ch)

Autor Thorsten Haker hat sich seinen Frust über die Dummheit der Menschen von der Seele geschrieben

- Christiane Handke, Lurup - Die Hölle, das sind die anderen“, sagte Jean-Paul Sartre, französischer Autor und Philosoph. „Die Spacken, das sind die anderen“. Das sagt Thorsten Haker und meint damit fast dasselbe wie sein großer Vorgänger – nur lustiger. Das Wochenblatt stellt den Luruper Autor und sein Buch „Entspackungskur“ vor.
Jeder kennt es: Die Mitmenschen gehen einem mit ihrer unglaublichen Vorhersehbarkeit und Dämlichkeit gewaltig auf den Wecker. Im Büro, im Straßenverkehr, am Telefon ... man könnte schreien. Thorsten Haker hat nicht geschrien, sondern geschrieben. Einen Roman von 342 Seiten, der um die Blödheit des Menschen im Allgemeinen kreist und im Besonderen um die Menschen aus dem beruflichen und privaten Umfeld seines Helden Bertram Geuse, Versandleiter eines „renommierten mittelständischen Maschinenbau-Unternehmens“.
Ob es der Kollege ist, der Geuse immer wieder mit dem Ausdruck „Schmackofatz“ auf die Palme treibt, ob die Chinesen, die er im Namen der Firma auf der Reeperbahn bewirten muss oder seine Eltern, die ihm den für Chinesen unaussprechlichen Namen Bert-ram geschenkt haben: alles
Spacken.
Thorsten Haker alias Bertram Geuse beschreibt in sprachlicher Höchstform und komplett politisch inkorrekt, was ihn ärgert, angefangen von den bekloppten Namen der Brötchen beim Bäcker über irre Sitznachbarn und „selbsternannte Blockwarte“ bei HSV-Spielen, die vorgeben, wann man aufzustehen und zu singen hat, bis zu Eltern, die ihre Kleinkinder Münzen in den Parkautomaten stecken lassen, während sich hinter ihnen eine Schlange Leute aufbaut. Alles Spacken.
Bertram Geuse reagiert darauf, wie der im wahren Leben wirklich nette Thorsten Haker es sich im wahren Leben (hoffentlich) nicht traut: Er intrigiert, er
trickst, er lügt, er beleidigt, beschimpft und bepöbelt rechts und links. Er macht die Entspackungskur.
Das Buch zu schreiben, sagt der Autor, war seine eigene „Entspackungskur“. Knapp über ein Jahr hat Haker, im Brotberuf Speditionskaufmann, daran gearbeitet und sich seinen Frust über die Dummheit des Menschen von der Seele getippt. „Mein Motto war: Wer mir blöd kommt, kommt ins Buch“. Nach dieser Kur ist der Autor jetzt zwar etwas entspannter, warnt aber trotzdem: „Keiner soll sich zu sicher fühlen. Es gibt noch eine
Fortsetzung.“
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