Alles so schlimm wie immer

Klaus Knoblich kennt das schon: Wieder keine Post im Briefkasten. Das käme in der Ueckerstraße 48 und in den benachbarten Häusern regelmäßig vor, obwohl die Post behauptet, nun gut eingearbeitete Mitarbeiter einzusetzen. Als ehemaligem Postler geht ihm die schlechte Arbeit des Unternehmens besonders an die Nieren. (Foto: ch)

Thema Postverteilung in Lurup. Postkunden beschweren sich weiter

- Christiane Handke, Lurup - Alles wieder im grünen Bereich mit der Postverteilung in Lurup, sagt die Post. Das ist glatt gelogen, sagen Postkunden. Die Postzustellung ist immer noch so schlecht wie eh und je. Was stimmt denn nun?
Letzte Woche hatte das Wochenblatt darüber berichtet, wie unzulänglich die Post in der Siedlung Randowstraße / Ueckerstraße verteilt wurde: Seit etwa zwei bis drei Jahren käme die Post verspätet oder gar nicht, sagen die Anwohner. Da ging es um vermisste Reiseunterlagen und wichtige Benachrichtigungen, die nicht rechtzeitig eintrafen. Der Postsprecher gab zu, es habe Mitarbeiter auf der Tour gegeben, die sich nicht so auskannten. Das sei jetzt aber wieder behoben. Eine neue Kollegin sei eingearbeitet worden.
Sturm der Entrüstung bei Wochenblattlesern in Lurup. Konkret wird Klaus Knoblich (64), selber ehemaliger Postler: „Nichts hat sich verbessert. Die Postverteilung ist so schlecht wie immer. Es gibt Tage, da bekommt niemand im Haus Post, meistens montags, und an anderen Tagen, oft donnerstags und freitags, sind die Briefkästen brechend voll.“ Dass alle gleichzeitig zufällig keine oder viel Post bekommen, ist eher unwahrscheinlich: Im Hochhaus Ueckerstraße 48 wohnen um die 30 Parteien. Viele davon Rentner. „Und die juckeln bis zu fünfmal am Tag runter zum Briefkasten und gucken, ob die Post endlich da ist“, sagt Knoblich.
Hannelore Schwarz (70) bestätigt, was er sagt. Sie erwartete eine Rechnung von ihrem Kleingartenverein: „Nach vier Wochen tauchte der Brief mit dem Vermerk ‘Unbekannt verzogen’ wieder im Verein auf. Ich wohne seit zwölf Jahren ununterbrochen hier!“
Knoblich: „Sich bei der Post zu beschweren, nützt auch nichts, das haben wir versucht.“ Sein neuestes Beispiel: „Hier, die Rechnung von E.on. hätte am 12. September bezahlt werden müssen. Aber die Post hat sie mir erst am 13. gebracht.“ Er hat die Nase voll. „Warum führt man hier die Stammpostboten nicht wieder ein? Die tippeln jahrelang die gleiche Strecke ab und kennen jeden.“

Wie läufts denn?
Das Wochenblatt wills wissen. Ist die Postzustellung in Randow- und Ueckerstraße in den letzten Wochen besser geworden, wie die Post behauptet?Oder ist alles beim Alten geblieben, wie Klaus Knoblich und Hannelore Schwarz meinen?
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