Akrobatische Einrad-Gang

Die neunjährige Sandra schaffte den Drahtseilakt problemlos. Foto: da
Hamburg: Eidelstedt |

Zirkusprojekt mit rund 75 Schülern der Grundschule Eidelstedt

René Dan, Eidelstedt
Die Bande stürmt plötzlich auf ihren Mofas drauflos. Die Kids fahren freihändig, auf nur einem Rad – schließlich sind die „Mofas“ in Wirklichkeit Einräder, und bei den „Gangmitgliedern“ handelt es sich um Dritt- und Viertklässler der Grundschule Eidelstedt. Sie alle nehmen an einem Zirkusprojekt teil, das die Kinder körperlich und geistig herausfordert. Deren akrobatisches Können aber wird in eine Rahmenhandlung einbezogen: „Das Monster“ heißt die Geschichte voller Akrobatik, die die Schüler –angeleitet von Teammitgliedern des Zirkusschule „TriBühne“ – an vier Tagen erarbeitet haben.
Viel haben die Neun- bis Elfjährigen in nur wenigen Tagen gelernt. So können sie auf metergroßen Bällen stehen, mit Diabolos und farbenfrohen Tüchern jonglieren oder auch selbst der Schwerkraft ein Schnippchen schlagen. „Am liebsten bin auf den Leitern“, sagt der achtjährige Torben aus der 3a. „Anfangs hatte ich etwas Angst, aber jetzt kann ich alleine hochklettern“, fügt der Junge hinzu.
„Für die Kinder ist das Zirkusprojekt eine ganz tolle Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln“, freut sich Schulleiterin Annika Pfeiffer. Zudem schätzt die Pädagogin auch den sportlichen Teil der Artistik, schließlich weiß sie: „Kinder, die sich viel bewegen, können ihren Kopf besser nutzen.“
Zirkusdirektor Harms Haddorp mimt derweil das Monster, das sich am Umweltfrevel der
Jugend – die zum Beispiel Dosen und Mofas in den See wirft – ergötzt. Bis die „Natur“, gespielt von Zirkusmitarbeiterin Johanna Laurenzen, eingreift und die Kids zur Umkehr bewegt.
Die rund 75 jungen Teilnehmer jedenfalls sind angetan vom Zirkusprojekt – und vom Umgang untereinander. So freuen sich Sandra und Laura (beide 9) nicht nur, dass „wir unsere eigene Choreografie einbringen konnten“. Anfangs hatten die Drahtseilartistinnen – die in rund 50 Zentimeter Höhe über weichen Matten balancierten – Angst, beim Hinfallen von ihren Mitschülern ausgelacht zu werden. „Aber“, berichtet Sandra aus der 4a, „wenn wir etwas falsch gemacht haben, wurde das einfach weggeklatscht.“
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