AKN schafft 14 neue Züge an

Leiser und komfortabler: Die AKN hat neue Triebwagen, die zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen zum Einsatz kommen. (Foto: AKN Eisenbahn)

Generationswechsel nach 40 Jahren: Unternehmen investiert 60 Millionen Euro

Von Reinhard Schwarz, Eidelstedt

Nach 40 Jahren in Rente: Die AKN hat ihre ältesten Züge ausgemustert und neue angeschafft. 15 Fahrzeuge des Typs VTE aus den Jahren 1976 und 1977 wurden mittlerweile ersetzt. Die 14 neuen Fahrzeuge des Typs LINT 54 verfügen über Klimaanlagen, haben mehr Sitzplätze – insgesamt 176 – und einen barrierefreien Einstieg. LINT steht für „Leichter innovativer Nahverkehrstriebwagen“.
Während die alten dieselbetriebenen Wagen noch mit erheblicher Lautstärke über die Stre-cken rumpelten, sind die neuen wesentlich leiser – ein Vorteil für Fahrgäste und Anwohner. Fahrgäste lobten unter anderem, dass die Durchsagen jetzt besser verständlich seien und man nun auch mit dem Handy verständlicher telefonieren könne. Große Bildschirme informieren über den Streckenverlauf. Allerdings verfügen auch die neuen Triebwagen über einen Dieselmotor.
60 Millionen Euro investiert die AKN, die zu gleichen Teilen der Stadt Hamburg und dem Land Schleswig-Holstein gehört. Weiterhin im Dienst sind 18 Triebwagen der Kategorie VTA, die im Jahr 1993 gebaut wurden. „Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren mehr und mehr Menschen mit dem Zug in die Metropolregion Hamburg fahren werden“, erklärte AKN-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Seyb. „Mit den neuen Zügen bieten wir mehr Platz für diese erhöhte Nachfrage.“

AKN-Flotte galt als veraltet und unattraktiv

Die 1883 gegründete Altona-Kaltenkirchen-Neumünster Eisenbahn AG (AKN) war in die Kritik geraten – sie galt als veraltet und unattraktiv. Zu wenig Pendler würden auf ihr Auto verzichten, um auf die rumpeligen Vorortzüge umzusteigen, hieß es. Auch wurde kritisiert, dass die Motoren der Triebwagen immer noch mit den nicht gerade umweltfreundlichen Dieselkraftstoffen betrieben werden, die baldige Elektrifizierung der AKN stand zur Debatte. Diese wird auch kommen – allerdings erst mit der Übernahme des Streckennetzes von Eidelstedt bis Kaltenkirchen durch die S21 der S-Bahn in voraussichtlich fünf Jahren. Das übrige Streckennetz der AKN wird dann neu strukturiert.
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