Ärger um den Kita-Neubau

Das Kinderhaus Furtweg ist seit Monaten in Containern auf dem Sportplatz am Furtweg untergebracht, weil die alte Kita abgerissen werden soll. Kita-Betreiber und Bauherr streiten sich über Verzögerungen. (Foto: cv)

Kinderhaus Furtweg ist in Containern auf dem Sportplatz untergebracht – Betreiber beklagt Verzögerungen beim Neubau

Carsten Vitt, Eidelstedt - Seit gut acht Monaten ist das Kinderhaus Furtweg in Containern auf dem Sportplatz am Furtweg untergebracht – eine Zwischenlösung. Aber wie lang soll das noch so bleiben?
Das alte Gebäude am Furtweg 21 ist marode, es wird durch einen schicken Neubau ersetzt. Darüber freuen sich die Kita-Verantwortlichen. Weniger begeis-tert sind Erzieher und Vorstand jedoch darüber, dass bereits viele Monate verstrichen sind, ohne dass am alten Gebäude etwas passierte. Mitte Juni 2012 zog die Kita mit 68 Mädchen und Jungen in 35 Container auf dem nahegelegenen Sportplatz. Die Baugenehmigung für die neue Kita wurde der Firma Greve am 3. Juli 2012 erteilt, grünes Licht zum Abriss des Altbaus gab es bereits Mitte Mai 2012. „Es hieß, der Abriss soll so schnell wie möglich erfolgen“, sagt Konrad Mette, Vorstand des Kita-Trägers Kindergärten Finkenau. Allein der Umzug ins Conta-
inerdorf kostete 100.000 Euro, pro Monat zahlt die Stiftung etwa 3.800 Euro drauf für die Zwischenlösung. Vom vorherigen und zukünftigen Vermieter Greve gibt es dafür keinen Cent. Da sollte es aus Sicht von Mette zügig vorangehen mit dem Neubau. Doch offenbar sind erst seit kurzem Abriss-trupps zugange, nachdem der Kita-Betreiber öffentlich Druck gemacht hatte.
Vermieter und Bauherr Greve ist verärgert über die Kritik. „Wir haben nichts verzögert. Wir waren nicht diejenigen, an denen es gehakt hat. Das Baugenehmigungsverfahren dauerte ein Jahr“, sagt Ralph Ulrich Knist, Leiter der Greve-Vermögensverwaltung. Nachdem die Genehmigung vorlag, habe die Firma die Arbeiten ausgeschrieben. „Am 10. Dezember 2012 haben wir den Auftrag vergeben, vorbereitende Arbeiten zum Abriss laufen seit dem 10. Januar“, so Knist. Da sei Greve schneller gewesen, als es bei öffentlichen Baustellen üblich sei.
Die Immobilienfirma sieht sich auch nicht in der Pflicht, für die teure Zwischenlösung auf dem Sportplatz etwas beizusteuern. „Die Unterbringung der Kita ist Aufgabe der Stadt.“ Wann ist das neue Kinderhaus fertig? Einen Termin will Knist nicht nennen.
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