Achtung, Abschleppfalle!

Elektrofahrzeuge bekommen Sonderstellplätze –
viele Autofahrer verstehen die Schilder nicht

Zimmermann/Vitt, Hamburg-West


Nach Osdorf und Lurup hat nun auch Eidelstedt „Tankstellen“ für Stromautos. An der Kieler Straße / Ecke Eidelstedter Dorfstraße und am Ekenknick stehen seit kurzem Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Aufpassen sollten Autofahrer mit Benzinern oder Dieseln. Denn an den Ladesäulen gelten besondere Parkregeln, die nicht auf Anhieb zu verstehen sind. Und wer einen Elektro-Parkplatz blockiert, wird abgeschleppt. „Abschleppfalle“ nennen daher manche Bürger bereits die neuen Zapfsäulen. Offenbar ist es nicht so einfach, sich im Hamburger Schilderwald auszukennen.Die neue Kombination von Schildern für E-Parkplätze sieht so aus: Oben ein blaues Parkschild, darunter das Symbol für ein Auto mit einem Stecker (heißt: Elektroantrieb!) Drittens Hinweise auf die begrenzte Parkdauer von maximal zwei Stunden. Sieht aus wie bei vielen gewöhnlichen, zeitlich befristeten Stellplätzen. Gilt aber ausschließlich für Elektroautos.
Polizei und Behörden müssen anscheinend noch viele Autolenker aufklären. Sie bitten in Gesprächen immer wieder darum, die Regeln für die neuen Parkplätze eindeutig zu erklären. Abgeschleppt wird aber unerbittlich.
„Wer sein Kraftfahrzeug mit einem herkömmlichen Antrieb auf einer Sonderparkflächen für E-Kfz unzulässigerweise parkt, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug beiseite geräumt wird, um die Parkfläche für die bevorrechtigten Elektrofahrzeuge wieder frei zu machen. Abschleppen kostet dort rund 225 Euro. Außerdem kann ein Verwarnungs-/Bußgeld erhoben werden“, erklärt Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde.
So ganz überzeugt von der aktuellen Beschilderung scheint man in der Innenbehörde aber nicht zu sein. Frank Reschreiter: „Damit Funktion und Begrenzung der Sonderparkfläche noch deutlicher werden, wird Stromnetz Hamburg nach und nach alle Parkflächen für E-Kfz blau einfärben und mit dem Piktogramm ‘E-Kfz’ ausstatten.“


Elektroautos: So parken Sie richtig

Wie erkennt man einen E-Mobil Parkplatz?
Einen Sonderparkplatz für Elektrofahrzeuge erkennt man an der Beschilderung (Foto rechts).
Wer darf hier parken?
Für die Nutzung eines E-Mobil-Parkplatzes wird ein E-Kennzeichen für Elektrofahrzeuge benötigt. Dieses gibt es bei der Zulassungsbehörde.

Wie lange darf man dort parken?

Die Parkdauer ist während der angegebenen Bewirtschaftungszeit grundsätzlich auf zwei Stunden begrenzt. Nur so kann es einer Vielzahl an Fahrzeugen ermöglicht werden, die Ladesäule zu nutzen. Außerhalb der Bewirtschaftungszeit dürfen Elektrofahrzeuge hier zeitlich unbegrenzt parken.

Dürfen „normale“ Fahrzeuge mit Verbrennungs-motor den Parkplatz nutzen?

Nein, zu keiner Zeit. Es drohen dann ein Abschleppen des Fahrzeugs sowie ein Verwarnungsgeld.
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2 Kommentare
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Klaus Hampe aus Altona | 24.08.2017 | 12:20  
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Enrico Meyer aus Rönneburg | 24.10.2017 | 10:35  
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