A7-Ausbau: Was kommt auf Eidelstedt zu?

Während des Ausbaus der A7 befürchten viele Hamburger in den Autobahnnahen Vierteln mehr Schleichverkehr. Die Stadt weist diese Befürchtungen zurück. (Foto: rs)

Stau und Schleichverkehr über Jahre? Wie der Verkehrskoordinator der Stadt Sorgen zerstreuen möchte

Reinhard Schwarz, Eidelstedt
Deckel- und A7-Ausbau: Auf die Region Schnelsen, Eidelstedt und Stellingen kommt in den nächsten Jahren einiges zu. Gerhard Fuchs, Hamburgs Verkehrskoordinator für den A7-Ausbau, stand dem Bürgerforum Eidelstedt Rede und Antwort. Das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was bedeuten die Bauarbeiten für den Verkehr in den Stadtteilen ringsum?

Abgesehen vom direkten Baustellenverkehr wird befürchtet, dass Autofahrer mehr und mehr Schleichwege durch die Stadtteile und Nebenstraßen nutzen, um das Nadelöhr A7 zu umgehen. Die Verkehrsexperten der Stadt gehen nicht davon aus – und setzen auf Appelle.

Wie wird der Verkehr umgeleitet, wenn ein Unfall im Bereich der Baustelle passiert?

Gerhard Fuchs, Hamburgs Verkehrskoordinator für den A7-Ausbau, stellt klar: „Wir wollen keine Umleitungen über das Hamburger Stadtgebiet ausweisen.“ Demnach sei geplant, während der Bauzeit die Anzahl der derzeit sechs Spuren beizubehalten. Während auf der einen Fahrbahnseite vier Spuren neu gebaut werden, sollen die sechs (alten) Spuren auf die andere Seite verlagert werden. Dabei soll die Breite jeder Fahrspur mit 2,75 Metern recht großzügig bemessen sein. Zum Vergleich: Als noch zulässige Mindestbreite gelten 2,10 Meter. Die Hoffnung der Planer, so Fuchs: „Wir erwarten dadurch 60 Prozent weniger Unfälle.“

Wie wollen die Verkehrsplaner während der Bauzeit Dauerstaus vermeiden?

Zum einen sollen die Pendler aus dem Umland durch eine Medienkampagne auf öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn umsteigen. Wenn nur eine geringe Zahl der Autofahrer aufs Kfz verzichtet, so die Rechnung der Verkehrsexperten, würde sich die Gesamtbelastung für alle anderen erheblich verringern. Fuchs: „Wenn es uns gelingt, die Verkehrsnachfrage um zehn Prozent zu verringern, rechnen wir mit 72 Prozent weniger Zeitverlust.“
Zum anderen würden Staus häufig deswegen entstehen, weil die Autofahrer nach einer Baustelle wieder voll Gas geben und am nächsten Hindernis wieder im Stau stehen. Daher soll auch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zwischen den Baustellen reduziert werden. Motto: Langsam kommt man auch zum Ziel.


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Stichwort „A7-Ausbau“
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