60 Jahre „Gallier“ in Eidelstedt

Siedlungsbewohner Thomas Kammigan (72) gefällt die Ausstellung über 60 Jahre Lohkampsiedlung. Auf einem der zwölf Rahmen sind Bilder vom Osterfeuer aus den 90er Jahren zu sehen. Foto: ten
Hamburg: Eidelstedt |

Zuspruch für Bürgerhaus-Ausstellung über die Lohkampsiedlung

von Don Tengeler

Die Unbeugsamen“ lautet der Titel einer Ausstellung im Eidelstedter Bürgerhaus, die zur Feier des 60. Geburtstags der Lohkampsiedlung gezeigt wird. Wie der Name zustande gekommen ist, erzählt Klaus-Peter Schulze vom Ältestenrat der Siedlung bei der Eröffnungsfeier: „Der Name ist angelehnt an Asterix und die Gallier. Ein kleines Dorf im Westen der Hansestadt, das seinen Lebensstil gegenüber der modernen Großstadt erhält.“
Die Anspielung solle keinesfalls abgrenzend gemeint sein, sondern lediglich den Zusammenhalt der Bewohner charakterisieren, betont Klaus-Peter Schulze. Allerdings wussten sich die Siedler immer wieder, ganz Gallier, zu wehren, wenn andere begehrliche Blicke auf das Dorf warfen. Ansinnen auf eine Verdichtung der großen Grundstücke konnten sie abwehren. Auch dies dokumentiert die Ausstellung, die Ursula Striepe, ehrenamtliche Öffentlichkeitsarbeiterin der Lohkampsiedlung, zusammengestellt hat.
Rund 20 Leute sind zur Vernissage gekommen, um noch einmal das Erlebte Revue passieren zu lassen und die Gemeinschaft zu feiern, die von den Anwohnern immer wieder als ausgesprochen herzlich beschrieben wird. So auch Thomas Kammigan (72), der seid 18 Jahren und immer noch unbeschreiblich gerne in der Lohkampsiedlung wohnt: „Das Osterfeuer damals musste eingestellt werden, weil es einfach zu beliebt war. Das konnten wir nicht mehr verantworten.“
Für das Osterfeuer wurde durch zahlreiche Veranstaltungen Ersatz gefunden, wie zum Beispiel Kinderfeste. Nicht zuletzt durch gemeinschaftliche Aktivitäten wie diese, kann der Generationswechsel, der von den Anwohnern als großer Erfolg betrachtet wird, so konfliktfrei verlaufen.
Auch Ursula Striepe blickt gerne zurück: „Ich bin 1997 in die Siedlung gezogen und war überrascht, mit wieviel Wohlwollen, Offenheit und Vertrauen ich aufgenommen wurde.“
Interessierte können die Ausstellung noch bis zum 23. Dezember im ersten Stock des Bürgerhauses, Alte Elbgaustraße 12, besuchen.
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