125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Eidelstedt

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Eidelstedt freuen sich vor dem Feuerwehrhaus aus dem Jahre 1924 auf die Jubiläumsfeierlichkeiten. Dort gibt es auch eine Modellbauausstellung rund um Eidelstedts Feuerwehr zu sehen. Foto: fh
Hamburg: Freiwillige Feuerwehr Eidelstedt |

Heute sind 42 Helfer und Retter aktiv – Große Feier am 26. August

Frauke Heiderhoff, Eidelstedt
Insgesamt 21 junge Eidelstedter versammelten sich am 4. März 1887 im Lokal des Kaltenkirchener Bahnhofs. Bauern und Handwerker gründeten dort die Freiwillige Feuerwehr Eidelstedt. Mit Eimern und Feuerpatschen halfen sie bei Bränden. Infolge der wirtschaftlich angespannten Verhältnisse war an Spritzenhaus und andere Geräte nicht zu denken. Erst im weiteren Verlauf der 125-jährigen Geschichte änderte sich die Situation. Wehrführer Fritz Kay Bahlo möchte das Jubiläum am 26. August gebührend feiern (siehe Info). „Für alle Beteiligten sind Mitgliedschaft und Mitarbeit ein Hobby, vielmehr jedoch eine Berufung“, so Wehrführer Fritz Kay Bahlo.
Heute ist die Wehr mit einem eigens eingerichteten Förderverein gut aufgestellt. Die insgesamt 42 Mitglieder verfügen nicht nur über ein Feuerwehrhaus mit zwei Anbauten, sondern auch über vier Fahrzeuge, darunter zwei Lösch- und ein Sonderfahrzeug. Derzeit werden Spenden für einen dringend benötigten neuen Jugendfeuerwehrbus gesammelt.
In den Umbau des Feuerwehrhauses aus dem Jahre 2006 investierte die Feuerpolizei 10.000 Arbeitsstunden. Die Mitglieder schätzen die sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Ausflüge und Besuch von Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule gehören zum Programm. „Unser Hobby hat viel mit Mensch und Technik zu tun“, so Jugendfeuerwehrwart Thorsten Niedermann. Extrem harte Unwettereinsätze sowie die Bergung von Toten führen Mitglieder jedoch manchmal an ihre Grenzen.
Die Feuerwehr ist für jugendliche Mitglieder attraktiv. „Ich habe hier viel Spaß gehabt“, bilanziert Sebastian Schwebe (20). Unvergessen blieb folgender Vorfall: Mit beherztem Griff rettete ein Kamerad eine Katze vom Dach. Doch das Tier bedankte sich mit einem kräftigen Biss. Die Hand entzündete sich und der Feuerwehrmann musste eine Woche lang krank geschrieben werden. Unruhige Zeiten erlebte die Wehr während der drohenden Fusion im Jahre 2004. Hier stritt Wehrführer Fritz Kay Bahlo erfolgreich gegen Schließungen und Fusionen.
Starke Einsätze während der Sturmflut im Jahre 1962 und im Zuge der Schneekatastrophe in den 70er Jahren sind weitere wichtige Ereignisse in der Eidelstedter Wehrgeschichte. Unmengen von Wasser pumpten die
Blauröcke damals aus dem alten Elbtunnel.

Das Festprogramm am Furtweg 57a
Feier am Sonntag, 26. August, von 10 bis 16 Uhr bei der Freiwillige Feuerwehr Eidelstedt, Furtweg 57a: Geboten werden unter anderem Einsatzübungen, Vorführungen, Modellbau, Grillstand, Kaffee und Kuchen. Mehr unter www.ff-eidelstedt.de im Internet. FH
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