10.500 Unterschriften gegen Ausbau des Eidelstedt Centers

Präsent zum Nikolaustag: Mitglieder der Initiative „Grünes Zentrum Eidelstedt“ vor der Abgabe der Unterschriftenliste am Dienstag vor einer Woche. Fotos: cvs/pr
Hamburg: Eidelstedter Bürgerhaus |

Erfolg für Ini „Grünes Zentrum Eidelstedt“ – aber auch 2.500 Unterschriften für Erweiterung

von Christopher v. Savigny

Die Bürgerinitiative „Grünes Zentrum Eidelstedt“ hat am Dienstag, 6. Dezember, Unterschriftenlisten mit insgesamt 10.500 Namen beim Bezirksamt Eimsbüttel abgegeben. Damit dürften die Veranstalter die erforderliche Stimmenzahl für ein Bürgerbegehren über die geplante Erweiterung des Eidelstedt Centers mehr als erreicht haben: Nötig wären rund 5.850 gültige Unterschriften gewesen. Das Bezirksamt hat nun zwei Monate Zeit, um die Gültigkeit des Bürgervotums zu überprüfen, das sich gegen eine Erweiterung richtet. Formal hat ein erfolgreiches Bürgerbegehren genauso viel Gewicht wie ein Beschluss der Bezirksversammlung.
Die Initiative wehrt sich gegen einen Ausbau des Einkaufszentrums am Eidelstedter Platz, weil dafür etliche, bis zu 150 Jahre alte Bäume und ein Spielplatz weichen müssten. „Der Charme des Wochenmarkts wäre dahin, die Alte Elbgaustraße würde zu einer Windschneise verkommen“, glaubt Ini-Vertrauensmann Horst Becker.
Die MEAG will als Eigentümerin die beiden bislang getrennten Teile des Eidelstedt Centers durch einen gläseren Neubau miteinander verbinden. Dadurch würden rund 4.500 Quadratmeter neue Ladenfläche entstehen. Im Endeffekt hoffen die Baubefürworter darauf, das Zentrum wieder konkurrenzfähig machen zu können. In letzter Zeit ist der Umsatz eingebrochen, einige Läden stehen leer. Die Initiative ist gegen diese Pläne: „Eine Sanierung im Bestand ist ebenso möglich“ – ohne bauliche Erweiterung, so Vertrauensmann Horst Becker.
Bei der MEAG wehrt man sich gegen diese Anschuldigungen. „Der Wochenmarkt bleibt an Ort und Stelle und in seiner Größe in vollem Umfang bestehen“, betont Pressesprecher Dr. Josef Wild. Es werde bereits nach einer Ersatzlösung für den Kinderspielplatz und für die zu fällenden Bäume gesucht. Auch die MEAG hat eine Unterschriftenaktion gestartet. „Innerhalb von zehn Markttagen haben sich 2.500 Bürger für eine Erweiterung des Centers ausgesprochen“, erklärt Dr. Josef Wild.

Stimmen die Eimsbütteler im Sommer ab?
Innerhalb von zwei Monaten prüft das Bezirksamt, ob das Bürgerbegehren gültig ist. Bei einem positivem Ergebnis bieten sich folgende Möglichkeiten an: Die Bezirksversammlung kann sich dem Bürgerbegehren anschließen oder mit der Bürgerini einen Kompromiss schließen. Sollte beides nicht der Fall sein, so käme es weitere vier Monate später zu einem Bürgerentscheid im Bezirk. „Dann würden wir die Eimsbütteler Wahlberechtigten schriftlich zu einer Abstimmung aufrufen“, erklärt Stephan Glunz, Leiter des Eimsbüttler Fachamtes Interner Service. cvs
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