Neue Räume für kluge Köpfe

Neubau der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Von Reinhard Schwarz. Das alte Klassenzimmer hat ausgedient - zumindest ein bisschen. Zukünftig treffen sich die Schüler in „Clustern“. Das ist Englisch und meint „Schwarm“, „Haufen“, „Bündel“ oder „Traube“. Das ist das Ergebnis von zehnmonatigen Beratungen von Lehrern, Schulexperten, Eltern und Schülern der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule in Lurup/Osdorf. Hintergrund dieses aufwendigen Experiments: Die Stadtteilschule hatte dieses Beratungsverfahren bei einem Wettbewerb der Montag Stiftung zum Thema „Schulen planen und bauen“ gewonnen.
Was wird aus der Geschwister-Scholl-Schule?
Die Stadtteilschule soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Lehrer, Eltern und Schüler sehen dies als Chance für einen Neubeginn, als Möglichkeit, vom starren System der Klassenräume wegzukommen, in denen wie im vergangenen Jahrhundert die zu Unterrichtenden meistens brav sitzen (sollen) - und sich (meistens) langweilen.
Wie sieht das neue Konzept aus?
„Der Kern unseres baulichen Konzepts sind die Jahrgangscluster“, sagt Schulleiterin Karin Natusch. „In diesem Cluster hat jede Klasse wie bisher ihren Klassenraum, ihre schulische Heimat. Zusätzlich gibt es kleine Differenzierungsräume und eine große gemeinsame Jahrgangsmitte für Gruppenarbeiten, Rückzugsraum für Einzelarbeit, Computerarbeitsplätze und Platz für Begegnungen, Präsentationen im Jahrgang und vieles mehr.“
Kurz gesagt: Die Klassenzimmer gibt es weiterhin, es entstehen aber zusätzliche Räume für kleinere Arbeitsgruppen oder zur Einzelarbeit. Die Schüler wechseln je nach Bedarf von einem großen Raum in einen kleinen und wieder zurück.
Wie teuer wird es? Wann geht es los?
37 Millionen Euro soll der Neubau der Schule kosten. Baubeginn soll 2015 sein, 2017 wird mit der Fertigstellung gerechnet. Doch wo sollen die Schüler hin, während gebaut wird? Der Clou: Die alte Schule bleibt erstmal stehen, während daneben der Neubau entsteht. Erst danach wird der Altbau abgerissen. Aktuell wird diskutiert, ob auf der frei werdenden Fläche Wohnungsbau entsteht.
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