Razzia in Taquwa Moschee

(Foto: sl)
Wilstorf In der vergangenen Woche hat ein Großaufgebot der Polizei zeitgleich mehrere Wohnungen in Norddeutschland durchsucht. Zu den insgesamt 16 Objekten gehörten Wohnungen in Billstedt, Bramfeld, Rotherbaum, Pinneberg, Elmshorn und Lübeck ebenso wie die Taquwa-Moschee in Wilstorf.
Unter Verdacht stehen 15 mutmaßlich gewaltbereite islamistisch motivierte Extre-misten, die offenbar einen Ableger des seit Juni 2012 in Deutschland verbotenen Netzwerks „Millatu Ibrahim“ fortgeführt haben. „Der Vorwurf lautet: Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Tat und Verstoß gegen eine Vereinigungsverbots-Verfügung“, teilte die Hamburger Staatanwaltschaft mit. Insgesamt seien 80 Polizisten im Einsatz gewesen, bestätigt die Hamburger Polizei. Sie hätten in den Wohnungen mutmaßlicher Islamisten umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, das derzeit ausgewertet werde. Festnahmen habe es keine gegeben.
Die Taquwa-Moschee in der Anzengruber Straße / Ecke Reeseberg wurde schon zum zweiten Mal durchsucht. Bereits im Sommer 2012 hatten Hamburger Verfassungsschützer hier eine Razzia angeordnet. Nach der Schließung der Taiba-Moschee am Steindamm im Jahr 2010 hatte sich die radikale Salafisten-szene offenbar hier einen neuen Treffpunkt gesucht.
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