Ärger beim Musikpreis

Vorwürfe: Mikro kaputt, Anmeldefrist nicht eingehalten – Organisator Ernst Brennecke nimmt Stellung

von Olaf Zimmermann, Harburg
Seit neun Jahren wird in Harburg regelmäßig ein Musikpreis ausgelobt. So etwas gibt es in keinem anderen Bezirk. Auf der diesjährigen Veranstaltung wurden Misstöne laut. Im Mittelpunkt: die verlängerte Teilnahmefrist für den Förderpreis und die technische Ausstattung am Veranstaltungsort. „Ich halte es für eine absolute Frechheit, eine Musik-Veranstaltung ohne eine funktionierende Ton-Technik durchzuführen. Das ist wie eine Koch-Show ohne Herd“, kommentierte eine Besucherin. Im Wochenblatt-Interview nimmt Ernst Brennecke, der Organisator des Musikpreises, Stellung.

Warum fand die Verleihung des Musikpreises in der Galerie MyToro statt? „MyToro war das Ausweichquartier, weil der Saal im Helms-Museum kurzfristig nicht zur Verfügung stand. Dort hatten die Umbauarbeiten bereits begonnen.“
War die Tontechnik defekt? „Nein, die Technik war zwar nicht optimal, aber ausreichend. Ich habe mich extra nach ganz hinten gestellt und zugehört. Man konnte alles verstehen. Wenn jemand keinen Preis bekommen hat, lag das nicht an der Technik.“
Warum wurde beim Förderpreis die Anmeldefrist verlängert? „Wir haben das gemacht, weil es anfangs wenig Teilnehmer gegeben hat.“
War (der spätere Förderpreis-Gewinner) Ladji Keita zu alt? „Nein, er hat alle Kriterien erfüllt, er durfte teilnehmen. Dass er älter als die anderen Teilnehmer war, hat für den Gewinn des Förderpreises keine Rolle gespielt. Die Jury hat altersgemäße Entwicklungsstufen berücksichtigt.“
Wird es 2015 wieder einen Harburger Musikpreis geben? „Ja, aber die Verleihung wird dann wieder im Helms-Museum stattfinden.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.