Er holte Bronze bei der Weltmeisterschaft

Er sitzt zwar auf dem falschen Platz, das macht aber nichts: Kurz nach der Siegerehrung bei der Racketlon-WM 2016 in Fürth posiert Achim Berkemeier stolz mit Deutschland-Fähnchen und seinem Bronze-Preis. Foto: pr

Der Hausbrucher Achim Berkemeier erkämpfte sich den dritten Platz
bei der Weltmeisterschaft im Racketlon

Wittenburg/ Istel, Hausbruch

Er holte sich im vergangenen November Bronze im Racketlon: Achim Berkemeier. Racketlon, was ist das denn?  Vier Einzelsportarten, die hintereinander gespielt werden: Tischtennis, Badminton, Squasch und Tennis. Es treten immer dieselben Spieler in allen vier Disiplinen gegeneinander an.
Was bei dem gebürtigen Ost-Westfalen im Alter von sechs Jahren mit Fußball angefangen hat, das hat für den Wahl-Hamburger nun zum Weltmeistertitel in dieser unbekannteren Sportart geführt. Schon früh begann für den Oberstufenlehrer an der Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg seine Leidenschaft für Schlägersport: „Mit 13 Jahren habe ich Tischtennis im Verein gespielt und seit Boris Becker vor über 30 Jahren Wimbledon gewonnen hat, betreibe ich auch den Tennissport. Badminton kam durch eine Freundin hinzu und Squash spiele ich sowieso immer im Winter in der Halle, um meine Fitness durchgehend übers Jahr zu trainieren“, erklärt Berkemeier.
Jedes Jahr wird unter den besten Racketlon-Sportlern der Weltmeister ermittelt. Zuletzt fanden die Titelkämpfe im November im süddeutschen Fürth statt, und Achim Berkemeier konnte sich Bronze bei den Herren plus45 sichern.
Der Lehrer für Deutsch und Sport, der über Racketlon auch seine Examensarbeit geschrieben hat, sagt: „Ich brauche Sport zum Leben. Beim Racketlon sind neben Fitness und Ausdauer auch Ballgefühl und Timing wichtig. Ich mag den Teamgeist, es ist ein internationaler Sport und jedes Turnier hat Event-Charakter!“
Schade findet der 47-Jährige, der Tennis vereinsmäßig im HNT und Badminton im TV-Fischbek spielt, dass die Nachwuchsförderung schwierig ist. Denn schließlich entscheidet man sich bei Racketlon nicht nur für eine, sondern gleich für eine Kombination aus vier Einzelsportarten. „Racketlon ist ideal für den, der ab 20 in einer Sportart top ist, sich einschätzen kann und Erweiterungsmöglichkeiten sucht“, meint Berkemeier.
Wenn er im Sommer zur Racketlon-Weltmeisterschaft nach Wien reist, darf nebendem ganzen Equipment eines nicht fehlen: „Ich habe seit 34 Jahren als Talisman in meiner Sporttasche immer meinen Glücksaffen dabei“, sagt er schmunzelnd. „Und es hilft mir auch, wenn meine Freundin mitreist und mir die Daumen drückt.“

Racketlon
Die international immer beliebter werdende Turniersportart setzt sich aus den vier Disziplinen Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis zusammen. Beim Turnier werden die Einzelsportarten immer in der eben genannten Reihenfolge gespielt, also vom kleinen zum größeren Schläger.
Ursprung des Sports ist Skandinavien. Anfang der 1990er Jahre wurde parallel in Finnland und Schweden begonnen, Racketlon-Wettkämpfe auszutragen. Auch in Österreich ist Racketlon populär und war dort als Schlägervierkampf bekannt. WW
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