Zweimal Geschichte hautnah erleben

Erst im Jahr 2016 legte Restauratorin Angelika Fischer-Menshausen die Dekorationsmalerei am Bogensturz frei. Foto: Peter Kaufner

Die Schumacher-Kapelle und der Kutterhafen können beim „Tag des offenen Denkmals“ besichtigt werden

GABY PÖPLEU, FINKENWERDER
An zwei Orten weht am Sonnabend und Sonntag, 9. und 10. September, ein Hauch Geschichte durch Finkenwerder: Die Fritz-Schumacher-Kapelle und der Kutterhafen öffnen im Rahmen des hamburgweiten „Tages des offenen Denkmals“ ihre Türen für ein breites Publikum.Thema Krieg, Vertreibung, Migration und IntegrationDie von Fritz Schumacher 1926 entworfene Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder am Norderkirchenweg/ Finkenwerder Landscheideweg wurde 2014/15 renoviert. Die Kapelle wird heute von der Finkenwerder Geschichtswerkstatt genutzt. Es finden dort Ausstellungen und Veranstaltungen statt, zudem ist sie Ziel von Schulklassen. Durch die Besonderheit des Ortes mit Kriegsgräbern aus zwei Weltkriegen werden dort Krieg, Vertreibung, Migration und Integration thematisiert. Die Kapelle ist am Sonnabend von 11 bis 14 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Stündlich ist ein Video über die Restaurierung zu sehen. Am Sonnabend um 15 Uhr zeigt die Geschichtswerkstatt Finkenwerder Puppentheater und Geschichten für Kinder.
Segelnde Berufsfahrzeugeim KutterhafenSeit 1994 liegen ehemalige segelnde Berufsfahrzeuge im Kutterhafen, Köhlfleet Haupt- deich. Sie können an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Die stählernen Ewer „Frieda“ und „Johanna“ sicherten den Warenaustausch zwischen Hamburg und den niederelbischen Marschen. Sie transportierten Baumaterial aus den Ziegeleien der Unterelbe, Obst und Gemüse aus dem Alten Land sowie Stückgüter. Außerdem zu sehen: Der Haseldorfer Ewer „Die Veränderung“, der ehemalige Fischkutter „HF 329 Wilma“ und die frühere Hadag-Fähre „Altenwerder“. Nach Bedarf lädt die Finkenwärder-Gaffel-Gemeinschaft – gegen eine Spende für Dieseltreibstoff – zu kurzen Fahrten auf dem Köhlfleet. Treffpunkt dafür ist der nördliche Ponton im Museumshafen.
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