Wohin mit der Polizei?

Noch bis Ende 2021 ist das Polizeikommissariat 47 und das Bürgeramt in dem Gebäudekomplex am Neugrabener Markt zu finden – dann soll das Gebäude abgerissen werden. Foto: ww

Der Mietvertrag für das Polizeikommissariat 47
am Neugrabener Markt läuft Ende 2021 aus

Istel/Wittenburg, Neugraben

Seit rund 40 Jahren sorgen Ordnungshüter vom Neugrabener Polizeikommissariat 47 (PK 47) für Sicherheit und Ordnung im Bereich Süderelbe – nun aber sind die Tage dieser Dienststelle gezählt! Der Mietvertrag für das Gebäude läuft Ende des jahres 2021 aus. Der Eigentümer will den Gebäudekomlex am Neugrabener Markt, in dem auch das ehemalige Ortsamt unterbegracht wird, abreißen und Wohnungen bauen. Jetzt wird ein neuer Standort für das PK 47 gesucht.
Das Gebäude entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Es ist zu klein, sanierungsbedürftig und in Teilen marode“, so der Bürgerschaftsabgeordnete und Polizei- gewerkschaftler Joachim Lenders (CDU). Und das PK 47 platzt aus allen Nähten. „Als die Revierwache in dem Gebäude angesiedelt wurde, waren 80 Mitarbeiter unterzubringen. Heute sind es mit Schutz- und Kriminalpolizei rund 130 Personen, und für unsere Zukunftsplanung rechnen wir mit noch einmal 20 bis 30 Mitarbeitern zusätzlich“, erklärt Axel Paust, Erster Polizeihauptkommissar und stellvertretender Revierleiter.
Auch im ehemaligen Ortsamt, das hauptsächlich dem Bürgerdienst dient, gibt es zu wenig Platz. Denn hier sind auch Dienststellen der Agentur für Arbeit und des Jugendamtes ansässig.
Für das Polizeikommissariat und das Bürgeramt Süderelbe ist bislang noch kein neuer Standort gefunden. „Die Einrichtungen des Bürgerservice müssen zentral bleiben und zwar hier in der Nähe des Neugrabener Marktes“, fordert Ralf-Dieter Fischer, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Harburger Bezirksversammlung. Sonst sänke die Attraktivität des Marktplatzes und der Marktpassage.
Ins Blickfeld ist jetzt die Bauernweide gerückt. „Hier wäre der ideale Ausweichstandort für das Bürgerzentrum oder andere Einrichtungen“, so Fischer. Doch die Saga will hier Häuser bauen. Es ist also fraglich, ob das Grundstück in Betracht kommt.
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