Wiedersehen nach 68 Jahren

Ein bewegender Moment: Emilia Kluska steht vor dem Moorburger Haus, in dem sie 1942 das Licht der Welt erblickte. Foto: pr

Moorburg: Emilia Kluska besuchte den Hof auf dem ihre Eltern Zwangsarbeiter waren

Nach 13 Jahren endet das Besuchsprogramm des Hamburger Senats für ehemalige Zwangsarbeiter mit dem Besuch der letzten Gruppe. „Es war immer mein Wunsch, noch einmal hierher zurückzukommen“, sagt Emilia Kluska, die 1941 in Moorburg als Tochter eines nach Deutschland verschleppten Zwangsarbeiterpaares geboren wurde.
Die 72-Jährige war extra für diesen Anlass aus Stettin in Polen angereist. Auf dem Hof der Familie Schloh in Moorburg kam es dann zu einem Wiedersehen zwischen Thea Schloh, der Tochter des damaligen Landwirts, und Emilia Kluska.
Diese Begegnung war aber keineswegs von Bitterkeit gekennzeichnet, sondern verlief ausgesprochen herzlich. Die beiden Frauen schlossen sich spontan in die Arme und führten eine rege Unterhaltung. Gemeinsam besichtigten sie anschließend das Haus, in dem Emilia Kluska damals mitten im Zweiten Weltkrieg das Licht der Welt erblickte.
Zum Abschluss überreichten Mitglieder des Freundeskreises der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die diesen Besuch organisiert hatten, Emilia Kluska ihre deutsche Geburtsurkunde.
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