Und es langt doch!

Die Brücke am Geutensweg . Foto: mag

Feuerwehr kommt mit einer Drehleiter unter der Brücke am Geutensweg durch –
ex-Obi- Markt wieder im Rennen als Standort für die neue Feuerwehrwache

Karin Istel, Fischbek

Kann die geplante neue Feuerwache auf dem Gelände des ehemaligen Obi-Markts am Geutensweg entstehen? Nein, urteilte CDU-Mann Ralf-Dieter Fischer. Die Brücke am Geutensweg sei so niedrig, dass Feuerwehrfahrzeuge mit Drehleiter nicht durchfahren könnten. „Das stimmt nicht“, sagt Wochenblatt-Leser Hans Walter. „Mir fiel auf, dass kein Warnschild anzeigte, das die Brücker tiefer als vier Meter ist. Da müssten Feuerwehrfahrzeuge eigentlich durchpassen.“ Hans Werner hat Recht. Und auf einmal kommt der ehemalige Obi-Markt als Standort für die neue Feuerwehrwache wieder ins Gespräch.
Worum geht’s? Brennt es, sollte die Feuerwehr aus der Waltershofer Straße oder dem Rehrstieg schnell vor Ort sein. Auch in weiter entfernten Stadtteilen wie im Heidbrook, Elbmosaik oder in den Reethen. „Ich habe Zweifel, dass die Feuerwehr spätestens nach acht Minuten am Einsatzort in den Neubaugebieten am Stadtrand sein kann“, sagt Arend Wiese, Chef der SPD-Fraktion im Regionalausschuss Süderelbe. CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer sieht das genauso.
Um eine neue Feuerwache weiter westlich als die beiden existierenden und damit näher an den Neubaugebieten zu haben, kam der ehemalige Obi-Baumarkt am Geutensweg als Standort ins Gespräch. Doch dort gibt es eine Brücke. Sie soll angeblich zu tief für Feuerwehrfahrzeuge mit Drehleiter von knapp 3,30 Metern Höhe sein.
Hans Walter hält dagegen: „Brücken sind mindestens vier Meter hoch, wenn nichts anderes angegeben ist. Ich sah kein Schild, also muss sie mindestens vier Meter hoch sein.“ Das kann Johnny Richters vom Polizeikommissariat (PK) 47 nur bestätigen: „Ist die Durchfahrtshöhe geringer als vier Meter, muss das ausgeschildert sein“, so der Oberkommissar in der Straßenverkehrsbehörde.
Wie hoch ist die Brücke nun genau? Bettina Maak, Sprecherin des Bezirksamtes Harburg: „Ein Mitarbeiter war draußen und hat nachgemessen. Die Handmessung  mit einem Distanzmessgerät ergab eine Höhe von 4,75 Meter. Die Durchfahrtshöhe ist damit 4,60 Meter.“
Passt also für alle Fahrzeuge der Hamburger Feuerwehr, keines bliebe stecken. „So große Fahrzeuge haben wir hier in Hamburg nicht am Start“, sagt Jörg König vom Führungs- und Lagedienst der Feuerwehr.
Trotzdem ist unklar, ob es am Geutensweg eine Feuerwache geben wird: Der ehemalige Baumarkt wird zwar voraussichtlich nur noch bis Jahresmitte als Erstunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Aber dann muss die Stadt ihn aber als Reserve für die Erstaufnahme von Flüchtlingen bis Mitte 2019 vorhalten. Außerdem gibt es derzeit kein Geld für eine neue Feuerwache am Geutensweg.
Andere Bauvorhaben der Feuerwehr haben Vorrang.
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