Telefonzelle wurde zur „Bücher-Bude“

Elman Ramazanor vom nahe gelegenen Imbiss, Frauke Rinsch (Stadtteilbüro Neugraben) und Matthias Pfeifer, Leiter der Bücherhalle, kümmern sich um das Ex-Telefonhäuschen, das heute ein Büchertausch ist. (Foto: ww)

„Der kleine Büchertausch“:  Er hat sieben Jahre ohne größere Schäden am Neugrabener Markt überstanden

Wittenburg/Istel, Neugraben – Wo man sich früher beim Telefonieren kurz fassen sollte, kann man heute so lange verweilen wie man möchte: In der ehemaligen Telefonzelle ist ein Büchertausch untergebracht. Bereits seit sieben Jahren kann man seine ausgelesenen Bücher hier in die Regale einstellen und dafür kostenlos neuen Lesestoff mitnehmen.

„Das Projekt ist ein Erfolg und wir bieten es gerne weiterhin an“, sagt Matthias Pfeifer, Leiter der Bücherhalle Am Neugrabener Markt 3, nicht ohne Stolz. Dass die Telefonzelle sieben Jahre ohne größere Schäden überstand, das liegt auch an Elman Ramazauor. Der Mitarbeiter des benachbarten Imbisses schließt abends ab und morgens wieder auf. „Und auch die Polizei von gegenüber hat immer ein waches Auge in Richtung ,Der kleine Büchertausch‘ – dafür möchte ich mich bedanken“, sagt Pfeifer.
Die Idee zur Büchertausch-Telefonzelle kam von Mitarbeitern des Stadtteilbüros, der Bücherhalle und eines Fördervereins. „Wir hatten auch das nicht gerade kleinere Problem, eine ausrangierte Telefonzelle zu finden. Englische gibt es viele, unser deutsches Telefonhäuschen aber fanden wir erst nach monatelanger Suche bei einer Neu Wulmstorfer Baufirma“, erinnert sich Frauke Rinsch vom Stadtteilbüro Neugraben.
Seither wird „Der kleine Büchertausch“ alle 14 Tage von Mitarbeitern der Bücherhalle gecheckt, nicht nur auf Sauberkeit, auch werden „Zellenhüter“ aus- und Spendenbücher einsortiert. Das freut die beiden Nutzer Marion und Gerhard Kühl aus Neuwiedenthal. Für beide ist „Der kleine Büchertausch“ ideal, denn sie stellen ihre ausgelesene Lektüre von daheim als Spende einmal im Monat in die kleinen Regale und nehmen auch gerne mal neuen Lesestoff mit. „Sieben Jahre gibt es diesen Service bereits? Wir gratulieren herzlich“, sagt Marion Kühl und ihr Mann Gerhard meint: „Ich möchte mehr von solchen Bücher-Buden, die sollten an jeder Ecke stehen wie früher die Telefonzellen.“

❱❱ Der kleine Büchertausch
vor dem Haus Neugrabener Markt 2, 10-20 Uhr
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