Süderelbe bleibt Stiefkind

Die Bewohner des Elbmosaiks sollen das Neugrabener Zentrum stärken. (Foto: mag)

Koalitionsvertrag von SPD und CDU bringt nichts Neues für Süderelberaum

von Bernhard Bruno, Neugraben

Die Region Süderelbe könnte weiterhin das Stiefkind der Bezirkspolitik bleiben. Denn trotz aller Beteuerungen bietet der Koalitionsvertrag von SPD und CDU gerade für das Neugrabener Zentrum nicht viel mehr als bekannte Absichtserklärungen. Das Zentrum sei „ein wichtiger Baustein und zugleich eine der Herausforderungen“ für die künftige Entwicklung des Sü-derelberaums. Aufgrund der strukturellen Veränderungen im Einzelhandel benötige das Zentrum Impulse.
Das kommt einem aus den Debatten der vergangenen Jahre – vielleicht sogar Jahrzehnte – bekannt vor. So wundert es denn nicht, wenn im Koalitionsvertrag dieser Satz zu finden ist: „Die Koalitionspartner sind sich daher darüber einig, dass die Förderung des Gebiets fortgesetzt und das Entwick-lungskonzept weiter umgesetzt werden muss.“
Dann folgen eine Reihe von Punkten, über die seit langem diskutiert wird: die gestalterische Aufwertung der Fußgängerzone samt Verbesserung der Aufenthaltsqualität und eine Sicherung und Weiterentwick-lung des privaten Wochenmarkts. Hoffnung wird dabei – wie seit Jahrzehnten – auf die neuen Bewohner des Wohngebiets nördlich des S-Bahnhofs gesetzt. Dafür müsse die fußläufige Verbindung zwischen Elbmosaik (nein, die aktuelle Bezeichnung „Vogelkamp“ taucht im Koalitionsvertrag nicht auf) und Neugrabener Zentrum verbessert werden. Auch zum maroden SEZ bringt der Vertrag nichts Neues: „Die Eigentümer haben sich gegenüber dem Bezirk zur Modernisierung des SEZ verpflichtet. Die Koalition wird die Eigentümer hierin unterstützen und gleichzeitig darauf achten, dass sie das Sanierungs- und Modernisierungskonzept umsetzen.“
Allerdings: Bei dem anderen großen Baugebiet hat sich Ralf-Dieter Fischer offenbar durchgesetzt. Der Bebauungsplan für den Fischbeker Heidbrook wird nicht mehr geändert, dafür wird aber die Zahl der Wohnungen auf maximal 685 bis 690 (statt 790) begrenzt, die geplanten Hochhäuser werden um ein paar Stockwerke gestutzt und die Uwe-Seeler-Halle wird reaktiviert. Und auch für seinen „Lieblingssportplatz“ auf dem Röttiger-Gelände gibt es eine Lösung. Fischer verkündet stolz: „Wir werden einen neuen Sportplatz westlich der Sandbek-Siedlung bauen.“
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