SPD will keine Beleuchtung

In Dämmerung und Dunkelheit ist der Weg vom S-Bahnhof Neugraben zum BGZ nur mäßig ausgeleuchtet. Foto: sl

Besucher des Bildungs-und Gemeinschaftszentrums müssen weiterhin im Dunkeln tappen

Sabine Langner. Richtig wohl fühlen sich Cleo und ihre Freundin Lara nicht, als sie von einer Abendveranstaltung vom Bildungs-und Gemeinschaftszentrum (BGZ) zum Neugrabener Bahnhof gehen. „Es ist ganz schön dunkel hier“, sagen die beiden jungen Mädchen. „Wir sind froh, dass wir zu zweit gehen.“
Mit diesem Gefühl sind Cleo und Lara nicht allein. Schon seit Monaten ärgern sich die Besucher des BGZ über die unzureichende Beleuchtung. Doch die Idee der Linken, hier Abhilfe durch ein paar zusätzliche Lampen zu schaffen, scheiterte schon im Ansatz am Widerstand der SPD. Der jetzige Durchgang sei nur ein Provisorium, argumentiert der Neugrabener Bezirkspolitiker Arend Wiese (SPD). Die Verbindung zwischen dem BGZ und der S-Bahnstation soll zukünftig mit einer schicken – und vor allem gut beleuchteten – Freitreppe von dem neu zu gestalteten Park aus bestehen. Der Haken: Das geplante Portal wird erst gebaut, wenn der Park in Angriff genommen wird. Das geschieht allerdings frühestens, wenn der zweite Bauabschnitt für das Neubaugebiet startet. Da hier aber bisher erst mal nur Planungen laufen, müssen die bahnfahrenden Besucher wohl noch eine Weile im Dunklen tappen. Oder?
„Es gibt ja Licht“, beharrt Arend Wiese. „Die Betreiber des P+R-Hauses haben alte Leuchtstoffröhren gegen neue und hellere ausgetauscht. Und auch eine defekte Lampe wurde inzwischen erneuert.“ Würde man jetzt eine komplette Beleuchtungsanlage bauen, könne man auch gleich das Geld zum Fenster hinausschmeißen. Eine Argumentation, die auch SPD-Mann Heinz Beeken unterstützt. „Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass die gesamte Zuwegung zum Neubaugebiet Elbmosaik und zum BGZ neu gemacht werden muss, so dass künftig auch die Busse fahren und die Autos vernünftig parken können. Sollten wir vor diesen Maßnahmen Geld in die Beleuchtung ste-cken, hätte das etwas von einem Schildbürgerstreich.“
„Was für ein Quatsch!“, regt sich Klaus Lübberstedt von den Linken auf. „Wir leben doch hier und heute. Die Menschen, die da jetzt längs gehen und sich gruseln, weil es so dunkel ist, können doch nicht warten, bis sich die Welt verschönert hat.“
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