SPD stoppt (vorerst?) weitere Neubaupläne für Erlengrund

So könnten die neuen Häuser im Erlengrund aussehen.

Kommt ein dritter Bauabschnitt im Hausbrucher Neubaugebiet?

von Bernhard Bruno, Hausbruch

Ganz in der Nähe sind Einkaufsmöglichkeiten, Kitas, Schulen und viel Natur. Dazu hält in der Nähe die S-Bahn, der Bus sogar fast vor der Tür. Der Erlengrund am Rehrstieg ist nahezu ein idealer Platz, um den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Über 60 Wohneinheiten sind bereits entstanden. Es könnten mehr werden, doch über den zuständigen Bebauungsplan wird noch weiter beraten.
Hintergrund: Bis vor zehn Jahren standen hier, im westlichen Hausbruch, rund 40 Doppel-Holzhäuser für Spätaussiedler aus Polen und Ungarn, später vor allem aus der sich auflösenden Sowjetunion. Den Anwohnern war es gar nicht recht, als 1991 die Holzhäuser aufgestellt wurden. Sie hatten gehört, dass vor allem Asylbewerber einziehen sollten – vor mehr als 20 Jahren war die Akzeptanz noch wesentlich geringer als heute.
Doch im Laufe der Zeit machten die Hausbrucher die Erfahrung, eigentlich könne man mit den neuen Nachbarn ganz gut auskommen. Das muss auf Gegenseitigkeit beruht haben, bis auf wenige Ausnahmen haben sich die Spätaussiedler irgendwann endgültig in Hausbruch oder den benachbarten Stadtteilen niedergelassen.
Als die Holzhäuser im Frühjahr 2005 versteigert wurden, erkannte der damalige Baudezernent Peter Koch: „Das Areal ist ideal für den Wohnungsbau geeignet.“ Leichter gesagt, als getan. Mit dem Gartenbaubetrieb in der Nachbarschaft wurde man sich jedenfalls nicht einig.
Dann trat vor wenigen vier Jahren die Firma Interhomes auf den Plan, und danach ging alles ziemlich schnell. Die Häuser im Erlengrund, Bauabschnitt I mit 27 Wohneinheiten, und Bauabschnitt II mit 35, sind verkauft, jetzt kommt Bauabschnitt III.
Jetzt hat Annika Kellner vom Planungsbüro Evers & Küssner ihre Ideen für einen Bebauungsplan „Hausbruch 40“ vorgestellt. Kellner, die wie ihre Chefs Christian Evers und Ulf Küssner am früheren Fachbereich Stadtplanung an der TU Harburg studiert hat, lobte noch einmal die Lage.
Der Bauabschnitt III sei möglich, weil der Gartenbaubetrieb inzwischen aufgegeben wurde. Trotz allem: Die SPD-Fraktion hat noch „Beratungsbedarf“, deshalb hat der Stadtplanungsausschuss den Beschluss über die Einleitung eines Planverfahrens mit öffentlicher Diskussion auf die nächste Sitzung vertagt.
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