Pfusch am Bau?

Kurz vor der Einmündung in den Fischbeker Holtweg steigt die Nordheide wieder an, obwohl sie davor eine ganze Strecke lang abfällt. Wasser sammelt sich deshalb häufig kurz vor dem Anstieg auf dem Weg. Foto: ki

Nordheide: Ärger über fehlende Gehwegplatten, knöcheltiefe Pfützen und unebenen Asphalt

Von Karin Istel. Wer vom Fischbeker Holtweg in die Nordheide einbiegt, sollte sicher auf den Füßen sein. Gutes Schuhwerk ist auch von Vorteil: Der Untergrund ist uneben, sandig, und an manchen Stellen sind große Pfützen. „Das ist eine unfertige Geschichte“, bemängelt Jürgen Steffens. Er wohnt gleich um die Ecke im Fischbeker Holtweg. „Wenn’s stark regnet, steht alles unter Wasser.“
In der Nordheide ist es idyllisch. Hier, fernab des Straßenlärms, stehen auf der einer Seite nette, kleine, alte Einzelhäuser. gegenüber liegt der Mehrgenerationenspielplatz. Es ist ruhig, beschaulich. Auf einer Bank kann man verschnaufen und den Blick ins Grüne genießen.
Im Frühjahr des vergangenen Jahres hat Hamburg Wasser hier die Siele in Schuss gebracht und anschließend den Graben sowie den Gehweg erneuert. Zusätzlich hat das Bezirksamt die Spielplatzfläche renoviert.
Doch die Anwohner sind sauer: „Wo sind die Gehwegplatten? Früher gab es Platten vom Fischbeker Holtweg bis zur Bank. Heute ist da nur noch Sand“, sagt eine Anwohnerin erbost. „Und drunter alter Asphalt. Schrecklich!“
„Der Lückenschluss mit Platten wird kurzfristig nachgeholt“, verspricht Bettina Maak, Sprecherin des Bezirksamtes Harburg. Auf mehr dürfen die Anwohner nicht hoffen. „Die Nordheide ist ein reiner Gehweg, keine Straße. Die Oberflächenbefestigung entspricht dem Zustand vor Beginn der Sielbaumaßnahmen“, stellt Maak klar. Im Klartext: Der Gehwegbelag heute ist nicht schlechter als er früher war ­– besser aber auch nicht. „Die Situation hat in der Vergangenheit nicht zu Unmutsäußerungen geführt“, wundert sich Maak über den Protest.
Es gibt weitere Beschwerden: Der Weg hat Kuhlen. „Besonders vor den letzten beiden Häusern ist eine große Kuhle in der Straße. Da steht nach Regen immer das Wasser drin“, so die Hausbesitzerin. „Das wird geprüft“, sichert Maak zu.
Und: Der Weg fällt in der Mitte ab, um kurz vor Ende wieder auf das Niveau des Fischbeker Holtweges anzusteigen. Hätte man nicht bei den Bauarbeiten den gesamten Weg auf ein Niveau bringen oder ihn von der Mitte an durchgängig zum Fischbeker Holtweg hin wie eine Rampe abfallen lassen können? Nein, denn dann hätten die Bäume oder ihre Wurzeln Schaden genommen. „Die aktuelle Höhenausbildung entspricht dem Zustand vor Beginn der Sielbaumaßnahme“, so Maak. Der Weg bleibt also so wie er ist.
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