Paten für Kinder und Familien gesucht

Malin Bethge ist eine Ansprechpartnerin für das neue Finkenwerder Patenschaftsprojekt „Bootjen“. Foto: pr

Neues Patenschaftsprojekt „Bootjen“ geht an den Start – es werden Ehrenamtliche gebraucht

Karin Istel, Finkenwerder
Bootjen – so heißt das neue Projekt, das es jetzt in Finkenwerder gibt. Alt und Jung, Zugezogene und Alteingesessene sollen in Kontakt kommen. Nun werden Ehrenamtliche gesucht, die Patenschaften für Kinder, Jugendliche oder Familien übernehmen.

„Bootjen“, was bedeutet das?
Malin Bethge erläutert das Projekt: „Bootjen ist Plattdeutsch und bedeutet so viel wie mit dem Boot fahren. Wir in Finkenwerder sitzen alle gemeinsam in einem Boot, nämlich im Stadtteil“, so die Sozialpädagogin. „Gemeinsam fahren bedeutet für uns:  Mit einer Patenschaft gemeinsam ein Stück auf dem Lebensweg fahren, Erfahrungen und Werte weitergeben oder austauschen.“
„Bootjen“ gehört zu den „Finkenhelden“. Sie beraten Familien, Kinder, Jugendliche und Familien beispielsweise bei familiären Konflikten. „Bootjen“ wird vom Jugendamt Hamburg-Mitte und aus Spenden finanziert. 

Was macht man als Pate?

Ob Hausaufgabenhilfe, gemeinsames Kochen, Fußballspielen, Basteln oder Bauen:  In er gemeinsam verbrachten Zeit machen die Kinder oder die Familie neue Erfahrungen. „Die individuelle Persönlichkeitsentwicklung wird gefördert, und Familien werden zugleich entlastet“, weiß Bethge. Beispielsweise ein alleinerziehendes Elternteil. „Ein Pate kann einspringen, wenn Mutter oder Vater auch nachmittags arbeiten muss, und das Kind nicht mehr in der Kindertagesstätte betreut werden kann. Dann kann der Pate mit den Kindern etwas unternehmen, kochen oder Hausaufgaben machen, bis der Elternteil von der Arbeit wieder nach Hause kommt.“

Wer kann eine Patenschaft übernehmen?
Jeder, der regelmäßig wöchentlich zwei Stunden Zeit hat, volljährig und zuverlässig ist und Spaß am Umgang mit Menschen hat. Wann genau man gemeinsam etwas unternimmt, wird zwischen den Paten und der jeweiligen Familie abgesprochen.
Von einer Patenschaft profitieren nicht nur die unterstützten Kinder, Jugendlichen und Familien, sondern auch die Paten. So haben Rentner, die über viel freie Zeit verfügen, als Paten eine sinnvolle Aufgabe und können ihr Wissen weitergeben. „Aus Patenschaften können Freundschaften entstehen oder Ersatzgroßeltern gefunden werden“, sagt Bethge.

Wo kann man sich melden, wenn man Pate werden will?
Telefonisch bei Malin Bethge oder Sylvia Strutz unter
Tel. 75 66 85 86 oder man kommt persönlich freitags zwischen 10 und 12 Uhr im Büro von „Bootjen“, Finksweg 10, vorbei.
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