Neugrabens Internet-Zeitung

Valentin Gagarin hat das Webportal ins Leben gerufen. Er will die Internet-Plattform weiter ausbauen und freut sich auf mehr Teilnehmer, die Lust haben, eigene Ideen umzusetzen. Alle zwei Wochen werden für sie kleine Schulungen zu den Themen Schreiben, Photoshop und Programmieren angeboten. Eine Altersbeschränkung gibt es übrigens nicht. Foto: as

Auf www.neugraben-online.de schreiben Jugendliche über ihren Stadtteil –
Wer macht mit?

Anna Sosnowski. Jeden Montag um 17 Uhr lädt Valentin Gagarin zur Redaktionskonferenz. Dann sitzt der 24-jährige Filmstudent mit Jugendlichen im Neugrabener Kulturzentrum Falkhus zusammen. Sie überlegen sich Themen, redigieren Texte und grübeln über Formulierungen – wie in anderen Redaktionen auch. Doch anschließend werden die Artikel der Jungredakteure nicht gedruckt, sondern im Internet gepostet. „Jugendliche holen sich ihre Informationen online“, sagt Gagarin. Deshalb rief er das Webportal „Neugraben Online“ ins Leben. Hier finden sich seit Februar Artikel über Neugraben – für Jugendliche von Jugendlichen.
„Es gibt schon einige Stadtteilportale für Neugraben. Aber die haben nur wenig Inhalte für Jugendliche“, erklärt Gagarin. Sie wüssten oft gar nicht, was in ihrem Stadtteil los ist, und welche Angebote es für sie gibt. „Alle wissen, wo der Kiez ist und dass man in Harburg einkaufen kann, aber keiner weiß, was in Neugraben cool ist. Das wollen wir ändern!“, sagt Gagarin. So hatten auch seine Redakteure zum Beispiel noch nie vom Stadtteilbeirat gehört. Dabei können sich auch Jugendliche bei dem Neugrabener Gremium, in dem Lokalpolitiker, Anwohner und Gewerbetreibende sitzen, um Förderung für eigene Projekte bewerben. Der Beirat ermöglicht auch Neugraben Online, indem er die Finanzierung fürs erste Jahr übernimmt.
Niklas Krüger ist seit der Gründung des neuen Webportals dabei. Der 17-jährige Schüler des Gymnasiums Süderelbe programmiert gerne und kümmert sich um die Website. Doch ihn interessiert nicht nur die Technik. „Inhaltlich hat mich bei den Treffen die Politik in Neugraben sehr interessiert, wo soll gebaut werden, was passiert und ändert sich in Neugraben?“, erzählt er.
Um sich zu informieren, sind Krüger und seine Mitstreiter regelmäßig unterwegs. Sie besuchen zum Beispiel Baustellen und haben auch schon im Stadtteilbüro der Steg vorbeigeschaut, wo sie mit Stadtplanerin Frauke Rinsch über die Entwicklung des Neugrabener Zentrums gesprochen haben.
Wer Lust hat das Webportal mitzuentwickeln, kann einfach zur Redaktionskonferenz im Falkhus, Heidrand 5, kommen. „Jeder darf gerne mit einsteigen und die Seite besser machen“, sagt Niklas.
www.neugraben-online.de
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