Neues Zuhause für junge Flüchtlinge

An der Cuxhavener Straße 186-188 ist jetzt noch ein Autohändler ansässig. Ab Ende März nächsten Jahres sollen hier 48 Minderjährige, die ohne ihre Eltern aus Kriegsgebieten geflüchtet sind, untergebracht werden. (Foto: Karin Istel)

Ab März werden auf der Fläche Cuxhavener Straße 186-188 minderjährige Flüchtlinge untergebracht

von Karin Istel, Süderelbe

Diese Jungen haben die Hölle eines Krieges erlebt und sich auf die Flucht gemacht – ohne ihre Eltern. Nun sind sie in Deutschland und brauchen dringend ein Dach über dem Kopf. Auf der Fläche an der Cuxhavener Straße sollen für sie Häuser aufgestellt werden, damit sie dort vorübergehend wohnen können.
Was ist dort jetzt auf der Fläche?
Ein Autohändler.
Wem gehört die Fläche?
Der Stadt. Eigentümerin ist die städtische Liegenschaft. Sie wird dem Autohändler zu Februar 2015 kündigen, so dass die Fläche ab März 2015 frei sein soll.
Was wird errichtet?
Der Landesbetrieb Erziehung und Beratung (LEB) wird auf dem befestigten Teil des Grundstücks drei Häuser aus Fertigbauteilen mit einem Satteldach errichten (Modulhäuser). Jedes Haus wird zwei Geschosse haben. Zur Bahn und Straße hin werden die Häuser vom Lärm abgeschirmt werden. Die Bäume auf dem Grundstück bleiben stehen.
Wie viele junge, unbegleitete Flüchtlinge werden dort untergebracht werden?
Bis zu 48 Jungen und junge Männer sollen voraussichtlich ab Ende März dort leben. „Welche Nationalitäten die dort unterzubringenden Jugendlichen haben werden, kann man gegenwärtig noch nicht sagen“, so Marcel Schweitzer, Sprecher der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI).
Leben die jungen Leute allein?
Nein. Da sie ohne Eltern hier sind, werden sie rund um die Uhr betreut. Dort wird es 16 Pädagogen, eine Leitung, drei Sprach- und Kulturvermittler und eine Hauswirtschaftskraft geben. Bei Bedarf kommt ein freiberuflicher Dolmetscher hinzu.
Wer zahlt?
Die Stadt muss 175 Euro pro Tag und Platz zahlen. Zum Teil werden die Kosten von anderen öffentlichen Trägern erstattet.
Was machen die Flüchtlinge tagsüber?
Sie werden einen Deutschkurs besuchen.
Wie lange sollen Flüchtlinge hier untergebracht werden?
Der LEB hat von der städtischen Liegenschaft das Grundstück für fünf Jahre zur Verfügung gestellt bekommen. So lange sollen dort Flüchtlinge untergebracht werden.
Die jungen Flüchtlinge, die dort jetzt einziehen, werden voraussichtlich drei bis fünf Monate bleiben. Dann werden sie in andere Einrichtungen gehen, wo sie betreut werden.
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3 Kommentare
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Lothar Jakob aus Wilhelmsburg | 22.10.2014 | 19:19  
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Lothar Jakob aus Wilhelmsburg | 16.01.2015 | 15:01  
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