Mehr Kultur frei Haus

Viertklässlerin Yoselin schmunzelt noch ein wenig verhalten, während sich ihr Klassenkamerad Tim bereits sichtlich auf den Besuch des Archäologischen Museums freut. Foto: pr

Museen, Theater, Tanz: Neue Angebote für Grundschüler.

Von Karin Istel und Carsten Vitt. Ausflüge ins Museum, Besuche von Künstlern, Tanzkurse: Mädchen und Jungen der Schule Schule Ohrnsweg wird demnächst mehr Kultur geboten. Die Schule nimmt an dem Projekt Kulturabo teil – das Elbe Wochenblatt am Wochenende beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ist das Kulturabo?
Es ist eine Art Schnupperangebot für Kinder und Schulen aus benachteiligten Stadtteilen. Über das Projekt sollen Kinder viele Kulturangebote ausprobieren können: Musikkurse, Tanzen, Zeichnen. Frei nach dem Motto: Kommen Kinder nicht zu den Kultureinrichtungen, kommen diese halt zu ihnen.

Wer macht das?
Organisiert werden die Angebote von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendkultur (LAG). Partner sind 23 Anbieter aus allen möglichen Sparten: Museen, Elbphilharmonie, Bücherhallen, Kindertheater, Stadtteilkulturzentren und freischaffende Künstler. Jede Schule kann auswählen, welche Veranstaltungen oder Kurse sie ihren Schülern anbieten möchte. Den Schulen soll so geholfen werden, den Nachmittagsbereich attraktiver zu gestalten. Meist fehlt den Schulen Geld und Personal, um spannende Kulturkurse anzubieten.

Wer ist dabei?

Bisher sind hamburgweit sieben Grundschulen Partner. Eine davon ist die Schule Ohrnsweg. „Das ist großartig“, freut sich Schulleiterin Susanna Siegert.

Kostet das was?
Für die Schüler ist die Teilnahmen kostenlos – es sollen so vor allem Kinder in den Genuss kultureller Angebote kommen, die sonst kaum eine Chance darauf haben. Bisher sind daher maßgeblich Einrichtungen aus benachteiligten Gebieten Partner. Die Schulen zahlen für die Angebote einen gewissen Anteil.

Wer finanziert das Projekt?
Die Angebote im Rahmen des Kulturabos der LAG werden von mehreren Stiftungen finanziert – im Moment ist das Projekt noch in der Testphase.

Was unternehmen die Schüler?
„Nicht alle sieben Schulen haben das gleiche Programm. Wir machen beispielsweise einen Ausflug in das Archäologische Museum in Harburg, oder es werden Kunst- und Tanzkurse an der Schule angeboten“, so Siegert.

Wie viele Kinder machen mit?
Zunächst eine Nachmittagsgruppe mit 16 Schülern.
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