Keine größeren Schäden

Während Süderelbe ganz glimpflich den Orkan „Xaver“ überstand, sah es in Altona ganz anders aus: Fischmarkt und Fischauktionshalle waren überflutet. (Foto: ch)

Süderelbe kam glimpflich bei Orkan „Xaver“ davon

- Karin istel, Süderelbe - Orkan „Xaver“ wütete im Süderelbe-Gebiet nicht gar zu stark. Da schon am Tag zuvor vor dem heranrauschenden Orkan gewarnt wurde, konnten rechtzeitig Schutzmaßnehmen ergriffen werden.
Er war der einzige große Einsatz bei „Xaver“: Ein Baum hielt dem Sturm nicht Stand und krachte in der Neugrabener Kiefernheide auf ein Hausdach. „Wir mussten die Personen evakuieren“, sagte Petra Conrad vom Polizeikommissariat (PK) 47. Ansonsten kam Süderelbe beim Sturm gut weg. „Es gab keine größeren Schäden“, so Conrad. Auch die Feuerwehr Süderelbe fuhr keine größeren Einsätze.
Im Hafen stellte man sich auf den herannahenden Orkan ein, um Unfälle zu vermeiden: Die Fähren zwischen Finkenwerder und den Landungsbrücken fuhren ab Donnerstagmittag nicht mehr.
Als „Xaver“ dann eintraf, war der anbrausende Sturmwind war mit seinen bis zu 120 Stundenkilometern so stark, dass sich auch die Containerkräne selbstständig abstellten. Die Windböen ließen Kräne und Container zu stark schwanken.
Ab 3 Uhr am Freitagmorgen ruhten die Arbeiten im Hafen wegen der am frühen Morgen erwarteten Flutwelle: Um 6.30 Uhr stand die Flut dann auch bei 6,09 Meter über Normal Null – einen halber Meter höher als bei der großen Sturmflut im Jahr 1962. Doch die Deiche hielten jetzt den Wassermassen stand.
Während Passagiere im Flughafen Hamburg nicht abheben konnten, die Bahn den Zugverkehr nach Schleswig-Holstein einstellte und sich verzweifelte und genervte Reisende im Hauptbahnhof drängten, gab es auch erfreute Gesichter: Schulkinder hatten aufgrund des Sturms ab Donnerstagmittag ein langes Wochenende.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.