Jung und Alt unter einem Dach

Anna Leferink kommt mit Töchterchen Jana (sechs Monate) regelmäßig ins Courage. Fotos: as

Finanzierung bis Ende 2014 gesichert: Mehrgenerationenhaus „Courage“ bekommt 40.000 Euro pro Jahr

von Anna Sosnowski, Neu WUlmstorf

Als Anna Leferink vor ein paar Jahren nach Neu Wulmstorf zog, kannte die junge Mutter niemanden. Das änderte sich schlagartig, nachdem sie das Mehrgenerationenhaus (MGH) Courge entdeckte. „Es war ganz einfach, Kontakte zu anderen Muttis zu knüpfen“, erinnert sich Leferink. Damals kam sie zum Klönen und Kaffeetrinken, machte einen Rückbildungskurs, nutzte die Mütterberatung und ging mit ihrem Sohn in die Krabbelgruppe. Und sie blieb dem Courage treu. „Heute komme ich mit Jana“, sagt Leferink und drückt ihr sechs Monate altes Töchterchen an sich.
Doch das Angebot des Courage richtet sich nicht nur an Mütter. Rund 50 Menschen jeden Alters kommen täglich in die Ernst-Moritz-Arndt Straße 14-16. Das MGH bietet einen offenen Treff mit Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe, ein tägliches Mittagessen, einen internationalen Frauentreff, einen Gesprächskreis für Hinterbliebene, Spielegruppen für Senioren und ein Erzählcafé an. Viele Angebote sind kostenlos, für einige muss man einen kleinen Beitrag zahlen.
Ohne staatliche Unterstützung wäre das nicht möglich, so Sylvia Pfeiff, Mitglied des Leitungsteams. „Wir verstehen uns als Begegnungsstätte für alle und wollen niemanden ausgrenzen, der sich die Teilnahme nicht leisten kann“, erklärt Pfeiff. Die Einrichtung ist auf Spenden angewiesen, die Basisfinanzierung kommt vom Bund. Seit 2006 erhalten alle 500 MGHs in Deutschland 40.000 Euro jährlich vom Bundesfamilienministerium. Die Förderung ist auf fünf Jahre befristet und läuft zum Jahresende aus. Dem Courage ist es nun gelungen, sich die Anschlussfinanzierung bis 2014 zu sichern. Dabei gibt es einige Änderungen: Ab 2012 unterstützt der Bund Projekte der MGHs mit 30.000 Euro jährlich. Die Gemeinde schießt 10.000 Euro dazu, indem sie dem Courage die Mietkosten erlässt. Weitere 5.000 Euro gibts vom Land Niedersachsen.
Neu ist auch, dass ab sofort ein bis zwei Bundesfreiwillige ihren Dienst im Courage leisten dürfen. Eine gute Nachricht, denn das MGH kann neben einer stabilen Finanzierung jede helfende Hand gebrauchen. Pfeiff: „Ohne Ehrenamtliche geht es nicht!“ In der Einrichtung engagieren sich zurzeit rund 40 Freiwillige.

Wer Lust hat, sich im Mehrgenerationenhaus Courage ehrenamtlich zum Beispiel bei der Hausaufgabenbetreuung zu engagieren oder eigene Ideen in die Tat umsetzen will, kann sich unter Tel. 72 82 81 77 im Courage melden oder einfach in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 14-16 vorbeikommen.
Öffnungszeiten:
mo-do 9-18 Uhr, fr 9-17 Uhr
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