Hund frisst Giftköder

„Hexe“, der sieben Jahre alten Schäferhundin, geht es immer noch schlecht. Ihre Familie hofft, dass sie überlebt.

Fieser Anschlag am Moorburger Elbdeich – Polizei tappt im Dunkeln

Achtung, Hundebesitzer! In Moorburg treibt sich offenbar ein fieser Hundehasser herum: Schäferhündin Hexe (7) wurde jetzt Opfer eines gemeinen Giftanschlags. „Irgendjemand hat wohl einen Köder mit Rattengift über den Zaun auf unser Grundstück geworfen“, erzählt Alexandra Jobmann. Die Moorburgerin ist geschockt. „Nicht auszudenken, wenn mein kleiner Sohn sich das in den Mund gesteckt hätte!“
Die Jobmanns wohnt ganz idyllisch in einem Reetdachhaus mit großem Garten am Moorburger Elbdeich. Zur sechsköpfigen Familie gehören zwei Hunde, ein kleiner Yorkshire-Terrier und Wachhund „Hexe“, kinderlieb und freundlich. „Mitte Mai fing Hexe plötzlich an zu spucken, hatte blutigen Durchfall, und die eine Gesichtshälfte hing herunter“, berichtet Jobmann. Sofort sei sie zur Tierärztin gefahren, die auf eine Vergiftung tippte. Der Laborbefund bestätigte den Verdacht: Es war Rattengift! „Da wir selten mit dem Hund spazieren gehen, war klar, dass Hexe das Gift auf unserem Grundstück gefressen haben muss“, so Jobmann.
Die verheerende Wirkung des Gifts tritt erst nach vier bis fünf Tagen ein, weshalb der Zeitpunkt des Giftanschlags ziemlich genau bestimmt werden konnte: Um den Muttertag herum. Doch das nützt der Familie herzlich wenig, da es weder Zeugen gibt noch Köderreste gefunden wurden. „Ich weiß aber, dass es im Dorf schon einmal einen Giftanschlag gegeben hat“, so Jobmann. Sie hat nun Anzeige erstattet.
Die Wasserschutzpolizei, zuständig für Tierschutzdelikte, ermittelt in der Sache – bislang leider erfolglos. c. pittelkow, moorburg
„Wir konnten keinen Täter ermitteln, und es gibt auch keinen Verdächtigen“, so Polizeisprecherin Karina Sadowski. Der Fall sei ohnehin schwierig, da kein Köder sichergestellt werden konnte. Zu dem angeblichen älteren Vorfall aus Moorburg erklärt die Polizeisprecherin: „Das ist kein echter Fall, denn es ist nichts passiert.“ Man habe nur einen Hinweis bekommen, dass es einem Hund im Dezember letzten Jahren schlecht ging, nachdem er draußen etwas Unbekanntes gefressen hatte. Ein Giftköder? Man weiß es nicht.
Zurzeit ist unklar, ob „Hexe“ durchkommen wird. „Unser Hund leidet“, so Alexandra Jobmann. „Und wir leiden mit!“
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1 Kommentar
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Rudolf Lessing aus Wilhelmsburg | 30.05.2013 | 11:23  
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