Hier gibt’s einen Arzt für Seeleute

Sie ziehen gemeinsam für eine bessere medizinische Versorgung der Seeleute an einem Strang: Flottenarzt Stefan Neidhardt, Anke Wibel (Duckdalben) und Klaus-Herbert Seidenstücker (Deutsche Gesellschaft für Maritime Medizin). Foto: pr

Maritime Mediziner spenden für den
„Duckdalben“: 400 Euro für die
„offene Seemannssprechstunde“

WALTERSHOF. Wer sich auf hoher See den Arm bricht, muss schon mal eine Woche warten, bis der Arzt kommt. Denn außerhalb der Hubschrauber-Reichweite von rund 150 Seemeilen sind Verletzte für Ärzte nicht erreichbar. An Land wird dann geholfen, zum Beispiel bei der offenen Seemannssprechstunde im Seemannsklub „Duckdalben“. Für diese Arbeit bekam der Seemannsklub nun 400 Euro.
Das Geld war bei einem Ärzteseminar zur maritimen Medizin vom Seeärztlichen Dienst der Berufsgenossenschaft Verkehr und vom Schifffahrtsmedizinischen Institut der Marine gesammelt worden. Denn der Duckdalben schließt eine Lücke: Die Seeleute können hier zu einem „richtigen“ Arzt gehen. Anders als bei Kreuzfahrtschiffen ­ ist bei Handels- und Marineschiffen oft kein Arzt an Bord.
Für medizinisch nicht unbedingt dringend Notwendiges ist bei dem großen Arbeitspensum, das die Seeleute heutzutage zu bewältigen haben, ohnehin keine Zeit. „Wer meint, dass die Arbeit auf Frachtschiffen einfacher geworden ist, der irrt. So sind die Liegezeiten kürzer. Die Verdichtung der Arbeit und damit die körperliche und psychische Belastung der Seeleute schreiten voran“, sagt Duckdalben-Leiterin Anke Wibel. PÖP
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