Halle geschlossen: Unterricht zu gefährlich!

Weil der ehemalige Gemeindesaal erhebliche Sicherheitsmängel aufweist, hat ihn die Schulbehörde für den Sportunterricht gesperrt. Zuvor hatte die Unfallkasse Nord den Unterricht nur noch unter Auflagen erlaubt. Spätestens zum 31. Januar 2014 sollte der Katholische Schulverband Hamburg eine schriftliche Zusage für den Bau einer neuen Halle vorlegen. Foto: as

Schulbehörde sperrt zur Sporthalle umfunktionierten Gemeindesaal

Anna Sosnowski. Seit Jahren schlagen Eltern Alarm, nach einer Ortsbegehung vergangenen Dienstag hat die Schulbehörde Nägel mit Köpfen gemacht: Der alte Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche in Neugraben ist bis auf Weiteres für den Sportunterricht gesperrt. In dem zur Turnhalle umfunktionierten Raum haben bisher Erst- und Zweitklässler der Katholischen Schule Neugraben geturnt.
Die Halle weist gravierende Mängel auf: Die Fenster haben kein Sicherheitsglas, die Beleuchtung ist mangelhaft, es gibt keinen Prallschutz an den Wänden und Pfeilern, ungesicherte Fensterbänke und Heizkörper sorgen für ein hohes Unfallrisiko. Zuletzt war hier nach Auflagen der Unfallkasse Nord nur noch stark eingeschränkter Sportunterricht möglich.
Elternvertreter fordern vom Katholischen Schulverband seit langem den Bau einer neuen Turnhalle. „Das war auch Auflage der Unfallkasse“, erklärt Thomas Hartwig vom Elternrat. „Aber bis dato ist nichts passiert. Die Eltern sind frustriert.“ Immer wieder habe man beim Schulverband nachgehakt, wie es nun weiter gehen soll. Auf einen konkreten Maßnahmenkatalog wartete der Elternrat vergeblich. Schließlich sah man sich gezwungen, selbst zu handeln und die zuständige Aufsicht einzuschalten. Hartwig: „Wir haben die Schulbehörde angeschrieben und aufgefordert, sich die Halle anzusehen.“ Die Behörde stellte vor Ort erhebliche Sicherheitsmängel fest und ließ die Halle sperren, bestätigt Sprecher Peter Albrecht.
Wie geht es jetzt weiter? „Die Schüler werden zurzeit in der öffentlichen Sportanlage am Opferberg auf dem Schulhof und auf der Gemeindewiese unterrichtet“, erklärt Christoph Schommer, Sprecher des Katholischen Schulverbands. Den Weg zum Opferberg legen die Mädchen und Jungen in Begleitung zurück. Nach den Herbstferien sollen die jeweils drei Ersten und Zweiten Klassen mit insgesamt 150 Schülern in Hallen der Nachbarschulen turnen. Schommer: „An einer Regelung arbeiten wir mit der Schulbehörde.“ Laut Behörde kommt unter anderem die Frida-Stoppenbrink-Schule in Frage.
An einer langfristigen Lösung wird ebenfalls gearbeitet. Schommer: „Im Schulentwick-lungsplan sind 1,5 Millionen Euro für Sanierungen und einen Neubau am Standort An der Falkenbek vorgesehen.“ Konzepte dafür würden drei Arbeitsgruppen mit Vertretern der Schule, Eltern, Kirche und des Schulverbands entwickeln. Noch in dieser Woche will der Verband zudem Eltern über die nächsten Schritte informieren.
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