Hafenbahnschienen bald weg?

Bis vor einigen Jahren ließ Airbus Bauteile über die Schienen der Hafenbahn bis auf sein Werksgelände fahren. Heute kommen die Teile per Schiff, Lkw oder Flugzeug. Fotos: bk

Airbus und Hafenverwaltung arbeiten an Lösungsvorschlag

von A. Buruck, FINKENWERDER

Werden die brachliegenden Hafenbahnschienen in Finkenwerder nun endlich abgebaut? Einen ersten Schritt dazu müsste der Flugzeugbauer Airbus gehen, indem er für die Gleise auf seinem Werksgelände die Stilllegung beantragt. Anschließend muss die Hafenbahn einen entsprechenden Antrag für ihre Schienen stellen. Noch hält sich Airbus allerdings bedeckt.
Unternehmenssprecher Florian Seidel gibt nur so viel preis: „Airbus und die Hafenverwaltung Port Authority haben einen Lösungsvorschlag entwickelt.“ Er soll in Kürze der Wirtschaftsbehörde vorgestellt werden.
Dass diese Lösung auf eine Stilllegung der Schienen hinausläuft, gilt als wahrscheinlich. Schließlich hat der Flugzeugbauer schon vor längerer Zeit erklärt, dass er sich zwar die Option einer Schienenanbindung offen halten will, „dies muss jedoch nicht den Anschluss bis in das Werksgelände hinein bedeuten“, so Seidel. Ein so genanntes Freiladegleis in der Höhe des Aluminiumwerks würde ausreichen. Dort könnten die Bauteile auf Lkw umgeladen werden.
Die Zeit drängt, denn es steht möglicherweise viel Geld auf dem Spiel. „Am Ortseingang von Finkenwerder, wo die Umgehungsstraße beginnen wird, ist ein Bahnübergang über die dort verlaufenden Schienen geplant“, gab Matthias Lloyd, Fraktionsvorsitzender der CDU im Finkenwerder Regionalausschuss, zu bedenken. 325.000 Euro sind dafür veranschlagt. „Ein Schildbürgerstreich“, empört sich der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jan-Hinrich Fock.
Für die Stilllegung der Schienen ist ein förmlicher Antrag bei der Eisenbahnaufsicht nötig. Wie lange das dauern wird, kann Harald Kreft, Leiter der Hafenbahn, nur ungefähr abschätzen. „Einige Wochen bei Airbus und einige Monate bei der Hafenbahn“, mutmaßt er.
Für die Zeit nach den Schienen gibt es in Finkenwerder schon einige Pläne. Die CDU schlägt neben Parkplätzen am Uhlenhoffweg auch einen neuen Fußweg vor. „Dann könnte man von der Landscheide
bis zum Marktplatz gehen, ohne an der Hauptstraße entlang
zu müssen“, erklärte Regionalausschuss-Mitglied Tobias Wein.
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