Grundschüler spenden ihr Spielzeug

68 Pakete haben Schüler der Schule Schnuckendrift gepackt. Das Spielzeug geht an bedürftige Kinder in einem Krankenhaus in Rumänien. Foto: pr (Foto: Birgit Hannibal)

Fischbeker Kinder packen 68 Pakete für die deutsch-rumänische Kinderhilfsbrücke „Hamburger Sternschnuppe e.V.“

Von wegen besinnliche Vorweihnachtszeit. An der Schule Schnuckendrift tobt der Bär: Tag der offenen Tür, Einweihung eines neuen Spielzimmers und eine Paketsammelaktion für Kinder in Rumänien. Gleichzeitig hat der neue Schulleiter Peter Böckstiegel hinter den Kulissen alle Hände voll zu tun, zahlreiche organisatorische Baustellen zu bewältigen.
Kuscheltiere und Puzzles, Puppen und Spiele – mit kritischen Augen sind die Grundschüler aus Fischbek in den letzten Tagen durch ihre Kinderzimmer gegangen. Die Sechs- bis Zehnjährigen wollten mitmachen bei einer Paketsammelaktion für die deutsch-rumänische Kinderhilfsbrücke „Hamburger Sternschnuppe e.V.“ in Rumänien. „Ich bin sehr stolz auf die Lütten“, freut sich Peter Böckstiegel. „Die Idee war, nicht einfach etwas zu kaufen, sondern selber zu überlegen, auf was sie verzichten können, um anderen Kindern eine Freude zu machen. Herausgekommen sind 68 Pakete. Das ist absolut toll.“
Grund zur Freude hatte die gesamte Schule, als in der vergangenen Woche das nagelneue Spielzimmer eröffnet wurde. 20.000 Euro hat die Schule bei einem bundesweiten Wettbewerb gewonnen. Mit diesem Geld hat die Schule in einem leer stehenden Klassenzimmer ein Spielkabinett eingerichtet. Klar, dass dieses Spielzimmer der absolute Höhepunkt beim Tag der offenen Tür war.
Der Schulleiter selber ist momentan hin- und her gerissen zwischen Begeisterung für seinen Job und großen Aufgaben, die in der nächsten Zeit bewältigt werden wollen. Ab 2013 soll Schnuckendrift eine Ganztagsschule sein. Gleichzeitig muss ein Konzept entwickelt werden, wie lernschwache Kinder so weit gefördert werden, dass sie nicht mehr sitzen bleiben können. Im Zuge der Schulreform wurde auch beschlossen, dass Kinder mit Behinderung zukünftig in ganz normalen Klassen unterrichtet werden. Auch hier muss die Schule ein Konzept entwi-ckeln, wie man allen Schülern gerecht werden kann.
Und schließlich läuft noch eine Ausschreibung für die stellvertretende Schulleitung. „Und dazu würden wir gern noch ein Leitbild für unsere Schule erarbeiten“, sagt Peter Böckstiegel. „Bei diesen ganzen Baustellen kann ich gerade nicht sagen, dass ich mich langweile.“
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