Finkenwerder: IG Metall Küste plant Warnstreiks bei Airbus

Schon im Juni hatten sich rund 8.000 Airbus-Beschäftigte vor dem Werksgelände in Finkenwerder lautstark für den Zukunftstarifvertrag eingesetzt. (Foto: Annekatrin Buruck)
Hamburg: Airbus |

12.800 Airbus-Beschäftigte sollen im Finkenwerder Werk die Arbeit niederlegen

Die Gewerkschaft IGMetall Küste und der Flugzeugbauer Airbus konnten sich nicht auf einen Zukunftstarifvertrag für die 16.000 deutschen Airbus-Beschäftigten einigen. Der Vertrag soll Arbeitsplätze, Standorte und Einkommen bis 2020 sichern.
Die Verhandlungen sind gescheitert, weil Airbus zwar Jobsicherheit bis 2020 garantieren will, jedoch im Gegenzug eine Einsparung von 1,1 Milliarden Euro in diesem Zeitraum durch die Steigerung der Produktivität fordert. Die IG Metall lehnt das ab und will mit Warnstreiks an den Standorten Bremen, Buxtehude, Stade und Finkenwerder für zusätzlichen Druck sorgen. „Die Kollegen werden dem Unternehmen deutlich machen, dass sie langfristige Sicherheit verlangen und sich dafür aber nicht auspressen lassen“, erklärten die Verhandlungsführer, IG Metall-Tarifsekretär Daniel Friedrich und der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Airbus Operations, Johann Dahnken.
In Hamburg haben die Betriebsräte 12.800 Airbus-Beschäftigte aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Wann mit den Warnstreiks begonnen werden soll, will die Gewerkschaft kurzfristig bekannt geben. Rechtlich gesehen steht den Streiks nichts im Wege, nachdem Airbus mit einem Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen mögliche Warnstreiks vor dem Arbeitsgericht Frankfurt gescheitert ist.
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