Finkenwerder: Eiskalte Idee

David Dworzynski (l.) und Lennart Losenkamm möchten gern im Winter auf dem Kleinspielfeld am Uhlenhoff Schlittschuh laufen. Dafür setzen sie sich im Regionalausschuss Finkenwerder ein. Foto: bk (Foto: Annekatrin Buruck)
Hamburg: Kleinspielfeld Finkenwerder |

Kleinspielfeld am Uhlenhoffweg soll zur Schlittschuhbahn umgebaut werden

von Annekatrin Buruck
Bekommt Finkenwerder eine Eisbahn? Die Idee ist noch ganz frisch und schon auf gutem Weg: Mit zwölf zu drei Stimmen sprachen sich die Mitglieder des Finkenwerder Regionalausschusses dafür aus, das Kleinspielfeld am Uhlenhoffweg im Winter zum Schlittschuhfahren zu nutzen. Nur zwei Tage später stimmte auch die Bezirksversammlung Mitte für eine Eisbahn. Lediglich die CDU votierte in beiden Fällen dagegen.
„Man muss die Fläche im Winter mit Geovlies auslegen und – wenn es kalt genug ist – bewässern“, erläutert Lennart Losekamm (SPD). Darüber hinaus wären noch eine Beleuchtung sowie eine auf- und abbaubare Einzäunung mit Banden nötig. Die Idee hat sich die SPD in Hannover geholt, wo der örtliche Sportverein einen Tar-tanplatz als Eisbahn nutzt.
Der TUS Finkenwerder hat sich bereit erklärt, den Betrieb zu übernehmen, wie Thomas Kielhorn, Vorsitzender des Sportvereins, erklärte. Dazu würden das Bewässern des rund 1.000 Quadratmeter großen Platzes und das Glätten der Eisfläche ebenso gehören wie die Organisation eines Schlitschuhverleihs. Um die laufenden Kosten zu decken, müssten die Besucher Eintrittsgeld zahlen – „einen geringen Betrag“, wie Lennart Losekamm versichert. Montags bis freitags könnten die Finkenwerder Schulen die Eisbahn zudem für den Schulsport mitbenutzen.
Uneinigkeit herrscht bei den Ortspolitikern allerdings bei der Finanzierung. Rund 100.000 Euro kostet die sowieso nötige und bei allen Parteien unstrittige Sanierung des Kleinspielfeldes. Nach den Berechnungen der SPD würde der Schlittschuhbetrieb im Winter zusätzliche 15.000 Euro kosten. Das sieht die CDU anders: Sie rechnet mit Mehrkosten von rund 40.000 Euro. „Wir finden die Idee an sich nicht schlecht“, erklärt CDU-Chef Matthias Lloyd, „aber das vorgeschlagene Konzept ist betriebswirtschaftlich nicht haltbar.“
Außerdem seien die Mittel eigentlich für die Sanierung der Finkenwerder Altstadt vorgesehen. Bevor es losgehen kann, muss zudem noch ein Lärmgutachten erstellt werden.
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