Finkenwerder Altstadt ist nur guter Durchschnitt

Seit Jahren überlegen Ortspolitiker, Gewerbetreibende und interessierte Bürger, wie man die Finkenwerder Altstadt attraktiver gestalten kann. Jetzt hat eine Umfrage ermittelt, was die Bürger sich wünschen. (Foto: Annekatrin Buruck)
Hamburg: Finkenwerder Altstadt |

Ergebnis der Bürgerbefragung: drei plus für Einkaufs- und Serviceangebot

von Annekatrin Buruck
Eine drei plus für die Finkenwerder Altstadt – das ist das Ergebnis der Befragung, bei der Finkenwerder Bürger und auswärtige Besucher das Einkaufs- und Serviceangebot des Stadtteils beurteilen sollten. Vor allem die Qualität der Waren, die Beratung und der Service im Einzelhandel sowie die Erreichbarkeit bekamen gute Noten. Zum Bummeln und Verweilen lädt die Finkenwerder Altstadt viele Menschen trotzdem nicht ein.
Die Umfrage ist Teil der vom Runden Tisch im vergangenen Jahr beschlossenen Maßnahmen, die den Straßen Steendiek, Müggenburg und Auedeich neues Leben einhauchen sollen. Das beauftragte Unternehmen Stadt + Handel aus Dortmund hat dazu im Mai 209 Besucher in der Altstadt befragt und weitere 300 Finkenwerder Bürger per Telefon interviewt. Die Ergebnisse stellte Ralf Beckmann, Geschäftsführer von Stadt + Handel, den Mitgliedern des Finkenwerder Regionalausschusses und interessierten Bürgern vor.
„Das bereits vorhandene Angebot von Waren des kurzfristigen Bedarfs wird vor allem von der ortsansässigen Bevölkerung nachgefragt“, fasste er zusammen. Dennoch gebe es noch einiges zu verbessern. So fehlt vielen ein ausreichendes Angebot an Bekleidung und Schuhen sowie Glas/Porzellan und Haushaltswaren. Fast jeder dritte Befragte vermisst zudem spezialisierte Ärzte, Gastronomiebetriebe, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie eine richtige Postfiliale.
Um neue Geschäfte anzulocken und den Bürgern das Bummeln in der Altstadt schmackhaft zu machen, kann daher noch viel getan werden, so Beckmann, zum Beispiel durch Verkehrsberuhigungen oder attraktiv gestaltete Außengastronomie.
Das fordern auch die Ortspolitiker. „Aber die Mittel für die Anschubfinanzierung des Steendieks sind für die Eisbahn angebrochen worden“, kritisierte Matthias Lloyd, CDU-Sprecher im Regionalausschuss. Sein SPD-Kollege Ralf Neubauer will versuchen, alle möglichen Finanztöpfe anzuzapfen. „Wenn es sein muss, schleppen wir dafür jedes Senatsmitglied und jeden Bürgerschaftsabgeordneten persönlich durch die Altstadt.“
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