Fahrraddiebstahl: Jedes Jahr mehr

Zu wenig Fahrradabstellplätze in Süderelbe – mehr Fahrraddiebstähle, eine einfache Rechnung. Foto: sl

In Süderelbe gibt es nur wenige sichere Fahrradstellplätze

Sabine Langner. Der Frühling beginnt. Höchs-te Zeit, die Fahrräder aus dem Keller zu holen und zu prüfen, ob Licht, Gangschaltung und Bremsen noch funktionieren. Wie jetzt eine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten André Trepoll an Licht brachte, steigt die Anzahl der geklauten Fahrräder in jedem Jahr.
„Wurden im Jahr 2010 noch 221 Fahrräder im Wahlkreis Süderelbe als gestohlen gemeldet, waren es 2011 schon 335 und 2012 sogar schon 479“, regt sich Trepoll auf. „Demgegenüber steht eine Aufklärungsrate von kläglichen drei Prozent.“
Die Auswertung der Statistiken hat zudem gezeigt, dass bei diesem Thema oft Gelegenheit Diebe macht. Am häufigsten wurden die Räder an Orten geklaut, die unbeleuchtet und schlecht einsichtig waren. Der Hamburger Senat teilt mit, dass dagegen im gesamten Bezirk Harburg „von 2009 bis 2013 insgesamt nur drei Fahrräder aus einer abschließbaren Fahrradabstellanlage gestohlen wurden.“ Der Haken an der Sache: Es gibt nicht überall solche abschließbaren Fahrradabstellanlagen.
In Fischbek gibt es nur 24 Fahrradstellplätze in einer beleuchteten Fahrradabstellanlage. In Neugraben gibt es lediglich eine unbeleuchtete Box mit 74 Stellplätzen. Dagegen ist Neuwiedenthal mit einer unbeleuchteten Box für 20 Räder und einer beleuchteten Sammelstelle mit Platz für 87 Räder geradezu üppig ausgestattet. Zudem ist für 2014 eine Erweiterung für weitere 40 Stellplätze in einer beleuchteten Anlage geplant. Richtig gute Bedingungen für Radfahrer gibt es eigentlich nur in Harburg. Hier stehen den Radlern 29 Plätze in einer unbeleuchteten Box und 92 Plätze in einer Fahrradabstellanlage zur Verfügung. In diesem Jahr soll noch eine weitere Fahrradabstellanlage mit 24 Stellplätzen dazu kommen.
Mehr Maßnahmen sind allerdings nicht geplant. Für alle Radler bedeutet dies: Ein gutes Schloss kaufen, das Diebe nicht so leicht knacken können, lieber ein paar Schritte gehen und das Rad unter einer Laterne abstellen, es codieren lassen – und hoffen, dass es nicht trotzdem gestohlen wird!
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3 Kommentare
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Stefan Ecks aus Neugraben | 16.04.2013 | 21:53  
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 21.04.2013 | 19:21  
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 21.04.2013 | 19:22  
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